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Mönchengladbach
18-Jähriger bestiehlt eigene Schwester um 300 Euro

Mönchengladbach. Der 18-jährige Viersener mit dem gut gefüllten Vorstrafenregister musste sich gestern mal wieder vor dem Mönchengladbacher Jugendschöffengericht verantworten. Diesmal war er im April vergangenen Jahres dreimal als Schwarzfahrer aufgefallen. Dabei war der junge Mann am selben Tag zwischen Viersen und Krefeld zweimal ohne Ticket erwischt worden. Außerdem warf die Staatsanwältin dem Angeklagten noch vor, im Januar im Elternhaus seine schlafende Schwester bestohlen zu haben. Das Diebstahlsopfer vermisste damals 300 Euro und ein Mobiltelefon, das der Angeklagte später verkaufte. Und am 28. Februar war der Angeklagte im Zug in Kaldenkirchen mit 0,8 Gramm Marihuana und 0,4 Gramm Cannabis aufgefallen. Im Anklagevorwurf hieß das: unerlaubter Drogenbesitz. Von Ingrid Krüger

Doch gestern trat der 18-Jährige, der weder einen Schulabschluss noch eine Ausbildung vorweisen kann, sogleich die Flucht nach vorne an. Im Gerichtssaal gab er gestern sofort alles zu: "Ja, das habe ich gemacht." An allem seien die Drogen schuld, die er seit Jahren konsumierte, war der 18-Jährige überzeugt. Inzwischen habe er seine Meinung geändert. Er sei jetzt therapiebereit und wolle sich auch um eine Therapie bemühen. Nach dem Geständnis wurde auf Zeugen verzichtet. Die Familienmitglieder mussten nicht aussagen.

Am Ende wurde der junge Mann nicht nur durch die zahlreichen Vorstrafen belastet. Auch der Bericht der Bewährungshelferin enthielt wenig Positives. Der 18-Jährige habe keine Kontakte eingehalten, ständig die Jobs gewechselt. "Für mich war er gar nicht mehr zu erreichen", beschwerte sich die Bewährungshelferin und empfahl die Anwendung von Jugendstrafrecht.

Am Ende verurteilte das Jugendschöffengericht den Viersener wegen Erschleichens von Leistungen in drei Fällen, wegen Diebstahls und verbotenen Besitzes von Betäubungsmitteln zu einer Einheitsjugendstrafe von einem Jahr und acht Monaten. Eine frühere neunmonatige Strafe musste einbezogen werden. Von Bewährung war keine Rede mehr.

Quelle: RP
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