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Mönchengladbach
19-Jähriger soll Freundin seiner Großmutter bestohlen haben

Mönchengladbach. Weil er zum ersten Gerichtstermin nicht gekommen war, wurde der Angeklagte gestern von der Polizei vorgeführt. Unaufgeregt nahm der 19-Jährige neben seinem Verteidiger Platz. Allerdings war die Anklage mit mehreren Tatvorwürfen gespickt. So soll der junge Mann 2015 mehrere Diebstähle und Betrügereien begangen sowie ein Fahrzeug trotz Fahrverbots benutzt haben. In den meisten Fällen beteuerte der Angeklagte seine Unschuld. Von Ingrid Krüger

So bot er bei Ebay Felgen seines alten Autos für 200 Euro an. Der Käufer bekam die Felgen offenbar nie, obwohl er dem 19-Jährigen die 200 Euro überwiesen hatte. Im Mai 2015 wurde der Angeklagte in Gladbach und Viersen ohne Fahrerlaubnis erwischt. Den Bußgeldbescheid habe er nicht bekommen, beteuerte er dazu. Und am 30. April 2015 soll der Angeklagte die 66 Jahre alte Freundin seiner Großmutter in Gladbach bestohlen haben.

Aufgeregt schilderte die Rentnerin, dass der Enkel ihrer Freundin an dem Aprilabend bei ihr geschellt habe. "Ich muss meine Oma anrufen, die meldet sich nicht bei mir", erklärte er der Freundin der Oma und stürzte ins Haus zum Telefon. "Plötzlich musste er zur Toilette, und dann war er weg", erinnerte sich die Rentnerin. Weg waren aber auch die Goldringe im Wert von rund 500 Euro, die auf dem Tisch der 66-Jährigen gelegen hatten.

"Ich habe ihn angezeigt", so die Gladbacherin mit zitternder Stimme. Auch diesen Diebstahl bestritt der Angeklagte. Das könnten seine Freunde bezeugen, die hätten direkt am Hauseingang gestanden. "Es waren nur zwei Schritte bis zum Telefon", beteuerte der Angeklagte, und nannte die Namen seiner Freunde, die ihn entlasten könnten. Doch die Freundin der Oma war sich sicher, dass allein der Angeklagte an der Tür gestanden hatte. Sie habe keinen der Freunde gesehen.

Im Juni dann erhielt der Angeklagte von einem Bekannten ein Handy zum Verkauf. Er wolle es prüfen lassen, hatte der Angeklagte versprochen, und dabei 30 Euro von dem Handybesitzer angenommen. "Das Handy ging nicht, da habe ich es weggeworfen", so der Angeklagte in diesem Fall. Der Prozess wird fortgesetzt, und zwar mit den Zeugen, die ihn entlasten sollen.

Quelle: RP
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