| 18.17 Uhr

Mönchengladbach
2000 Menschen protestieren gegen NPD-Demo

NPD-Demo in Mönchengladbach mobilisiert Gegendemonstranten
NPD-Demo in Mönchengladbach mobilisiert Gegendemonstranten FOTO: Reichartz,Hans-Peter
Mönchengladbach. Die Demo der NPD ist am späten Freitagnachmittag zu Ende gegangen. Die Polizei hat von 49 linken Gegendemonstranten die Personalien aufgenommen. Sie hatten auf dem Real-Parkplatz an der Krefelder Straße Autos zerkratzt und Einkaufswagen aus der Verankerung gerissen.

Nach einer vorläufigen Bilanz der Polizei vom Freitagabend waren 153 NPD- und 2000 Gegendemonstranten am Freitag in der Stadt unterwegs. Fünf Personen wurden vorübergehend festgenommen. Ein Polizei-Großaufgebot war seit dem Vormittag vor Ort. Auch Hubschrauber kamen zum Einsatz. Die beiden Demonstrationszüge wurden von der Polizei strikt voneinander abgeschirmt. Die Gegendemonstration wurde durch die Innenstadt in einem inneren Rundweg geleitet, die NPD-Demonstration nahm einen äußeren Weg durch die Innenstadt.

Hinter dem Hauptbahnhof soll laut Linken-Ratsherr Torben Schultz am Vormittag ein Sympathisant von der Polizei festgenommen worden sein. Rund 30 Personen traten daraufhin in einen Sitzstreik. Außerdem hatte sich eine weitere Sitzblockade gebildet. 

Die Polizei war nach Informationen unserer Redaktion mit rund 500 Kräften im Einsatz. 

Ferdi Hoeren vom Mönchengladbacher Bündnis "Aufstehen" hielt auf dem Bahnhofsvorplatz eine Eröffnungsrede. Darin erinnerte Hoeren auch an die Greueltaten der Nationalsozialisten. Der 78-Jährige wies daraufhin, dass er selbst die Nazizeit als Kind noch miterlebt habe. Auch Ulrich Clanzett forderte in seiner Ansprache: "Die Stadt muss bunt bleiben, wir haben viele verschiedene Nationalitäten und das ist bereichernd."