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Mönchengladbach
240 Grundschüler haben im Wasser ihren Spaß

Mönchengladbach. In vier Disziplinen nahmen 21 Schulen am traditionsreichen Mannschafts-Schwimmfest im Vitusbad teil. Von Thomas Grulke

Amelie ist schnell aus dem Becken und wieder bei Puste. "Es hat richtig Spaß gemacht. Und ich bin auch zufrieden mit unserer Leistung", sagt die Neunjährige, nachdem sie mit dem sechsminütigen Ausdauerschwimmen ihren Wettkampf beim Schwimmfest der Grundschulen beendet hat. Die Platzierung sei dabei nicht so wichtig, fügt die Schülerin der GGS Beckrath hinzu - mit einer kleinen Einschränkung: "Es ist wichtig, dass wir unter die ersten Zehn kommen, dann spendiert uns unsere Lehrerin ein Eis."

Alexandra Wirth ist die Sportlehrerin in der Beckrather Grundschule, die regelmäßig am Schwimmfest im Vitusbad teilnimmt. "Wir haben eigentlich immer genügend Kinder, die teilnehmen wollen, einige müssen wir sogar vertrösten", sagt Alexandra Wirth. Insgesamt 21 Grundschulen sind mit jeweils zehn bis zwölf Schülern angereist, um sich dem traditionsreichen Mannschaftswettbewerb zu stellen. Damit ist die Teilnehmerzahl im Vergleich zu den Vorjahren ein wenig gesunken, mit etwa 240 Nachwuchsschwimmern sind die Veranstalter dennoch zufrieden.

"Der Wettbewerb ist sicherlich ein Aushängeschild im Schulsport der Stadt", sagt Andreas Bongartz. Der Lehrer an der GGS Steinsstraße und Berater im Schulsport ist seit fünf Jahren der Hauptorganisator des Schwimmfestes. Unterstützt wird er durch die Stadt. "Schwimmen ist ein ganz wichtiger Baustein in unserem Sportangebot. Es gibt leider eine recht hohe Anzahl an Grundschulkindern, die noch nicht richtig schwimmen können. Das Schwimmfest kann dazu beitragen, sie zu motivieren, es zu lernen. Denn hier nehmen nicht nur Spitzenschwimmer teil", sagt Marcel Thomas vom Fachbereich Schule und Sport.

Ausdauer, Geschicklichkeit, Koordination, dazu Motivation und Teamfähigkeit: Das Schwimmfest bietet viele Facetten, in denen die Kinder gefordert werden. Vier Disziplinen gibt es für die Schulen zu absolvieren. Nach der Sprint- und der Balltransport-Staffel sowie dem Mannschaftstauchen und dem abschließenden Dauerschwimmen werden alle Leistungen zusammengezählt. "Das Schöne ist, dass jedes Kind seinen Beitrag zum Gesamtergebnis der Mannschaft leistet. Das ist wichtig, denn so sind alle mit Stolz und Eifer bei der Sache. Es kommt nicht darauf an, dass man die Sportart bereits sehr gut beherrscht", sagt Bongartz.

Amelie fühlt sich im Wasser sehr wohl, auch wenn sie nicht im Verein schwimmt. "Mein Papa hat es mir beigebracht. Mit sechs Jahren habe ich das Seepferdchen bekommen", sagt sie. Es sei auch das Bestreben der Grundschule Beckrath, dass alle Kinder nach dem vierten Schuljahr das Seepferdchen haben, fügt ihre Lehrerin hinzu. Dass sie aktuell eine gute Schwimm-Mannschaft beisammen haben, beweisen Amelie und ihre Teamkollegen im Vitusbad. Hinter der Will-Sommer-Grundschule belegt Beckrath den zweiten Platz, Dritter wird die KGS Ohler. Die knappe Niederlage im Kampf um Gold kann Amelie aber gut verschmerzen: Das versprochene Eis ist schließlich mit dem zweiten Rang souverän gesichert.

Quelle: RP
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