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Mönchengladbach
275-mal Blut gelassen: Feier für Spender

Mönchengladbach: 275-mal Blut gelassen: Feier für Spender
Mit 250 Spenden hat Rudolf Dieter Brügge (links) am meisten Blut gelassen. FOTO: Knappe, Jörg (jkn)
Mönchengladbach. Der DRK-Kreisverband hat langjährige Blutspender für ihren Einsatz geehrt: Sie haben Leben gerettet, weil sie bis zu 275-mal Blut gespendet haben. Das Blutlassen wirke sich positiv auf das Wohlbefinden aus, sagen die Ausgezeichneten. Von Angela Wilms-Adrians

Für ihn sei die Blutspende ein Leichtes, ja sogar so etwas wie eine "Frischzellenkur", befand Rudolf Dieter Brügge. Da der stattliche Mann, Jahrgang 1952, einen sehr gesunden Eindruck macht, wirkte seine Feststellung absolut überzeugend.

Überzeugungsarbeit war allerdings nicht nötig, als der DRK-Kreisverband Mönchengladbach in der Volksbank an der Senefelderstraße langjährige Blutspender für ihren Einsatz ehrte. Denn hier traf sich eine Gruppe aus beruflich unterschiedlichen Bereichen und Altersklassen, die die Bereitschaft eint, das Beste zu geben, um anderen zu helfen.

Die langjährigen Blutspender wurden vom DRK-Kreisverband Mönchengladbach in der Volksbank in der Senefelderstraße ausgezeichnet. FOTO: Jörg Knappe

"Sie leisten ehrenvolle Arbeit. Und sie retten Leben", hob Franz Meurers, Vorstandsmitglied der gastgebenden Volksbank, die Leistung der Anwesenden hervor. Berthold Nielsen, Vorsitzender des DRK-Mönchengladbach, und Gabriele Hoch vom DRK-Blutspenderdienst West, überreichten allen Geehrten persönlich eine Anstecknadel, eine Urkunde und ein Geschenk für den beeindruckenden Einsatz von 50, 75, 100, 125 und 150 Blutspenden. Absoluter Spitzenreiter der Gruppe war Brügge, dessen insgesamt 275 Blutspenden mit großem Jubel bedacht wurden.

Die hohe Zahl dürfte zunächst erstaunt haben. Schließlich darf ein männlicher Spender höchstens sechs und Frauen höchstens vier Blutspenden pro Jahr leisten. Neben 116 Vollblutspenden kommen bei Brügge jedoch die Gaben von anderen Blutformen, wie Blutplättchen und Plasma, dazu - und natürlich hat er früh damit angefangen. "Ich führe eine Familientradition fort und habe zwei Söhne, die beim Blutspenden schon fast im Wettstreit sind. Das ist jetzt eine Verpflichtung, die ich gerne eingehe, und ich fühle mich einfach besser, wenn mir ein halber Liter abgenommen wird", so Brügge, der im Alter von 18 Jahren dem Vorbild des Vaters folgte.

Mit 150 Vollblutspenden haben Kurt Koenigs, Heinz Jakobs und Werner Heinrich ebenfalls bereits in jungen Jahren begonnen. "Es ist für mich schon selbstverständlich geworden, mir immer den nächsten Spende-Termin und Spende-Ort einzutragen", erzählt der 63-jährige Jakobs. Er hatte durch eine Empfehlung seines Hausarztes als 22-Jähriger zur Blutspende gefunden und ist dann "dabei geblieben". Die Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden schätzt er ähnlich positiv ein wie Brügge. "Das Blut regeneriert sich schnell. Man fühlt sich besser und fit", sagt Jakobs gelassen.

Brügge mit dem Talent eines Motivators kennt noch ein weiteres Plus für die Blutspende: "Das Blut wird jedes Mal untersucht. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, wird der Arzt informiert. Also ist das auch eine Art Vorsorge".

Quelle: RP
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