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Mönchengladbach
36,7 Millionen Euro für die Gladbacher Schulen

Mönchengladbach. Die Stadt Mönchengladbach erhält in den kommenden vier Jahren vom Land insgesamt knapp 36,7 Millionen Euro, um die Schulen zu modernisieren, auszubauen oder zu digitalisieren. Das hat die Landesregierung gestern mitgeteilt. Insgesamt werden in dem Programm "Gute Schule 2020" zwei Milliarden Euro verteilt. Von 2017 bis einschließlich 2020 werden pro Jahr jeweils knapp 9,2 Millionen Euro für Gladbach bereitgestellt. Das Geld wird von der NRW-Bank auf Antrag der Stadt zugeteilt, die Landesregierung wird die Kredite dann tilgen.

Gladbach bekommt deutlich mehr Geld als etwa die Landeshauptstadt Düsseldorf. Weil das Geld einerseits nach Schülerzahl, andererseits nach finanzieller Bedürftigkeit der Kommune verteilt wird, erhalten ärmere Kommunen wie insbesondere im Ruhrgebiet überdurchschnittlich viel Geld. Damit das Geld nicht verschwendet wird, muss der Antrag vom Stadtrat, beschlossen werden. Schulen können mit dem Geld auch W-Lan oder Breitbandanschlüsse bezahlen, aber sie müssen dann ein digitales Konzept vorlegen. "Damit wollen wir die Lehrer dazu drängen, sich Gedanken über Konzepte in der digitalen Welt zu machen", heißt es in der Landesregierung.

"Damit gibt die Landesregierung einen deutlichen Anschub für kommunale Investitionen in einem Bereich, in dem in den vergangenen Jahren erheblicher Handlungsbedarf sichtbar geworden ist", sagen die SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Willi Körfges und Angela Tillmann. Felix Heinrichs, SPD-Fraktionschef im Rat, will das Geld vor allem für den offenen Ganztag einsetzen: "Wir brauchen dringend Geld, um zusätzlichen Raum für Ganztagsschulen zu schaffen. Drei Schulen konnten wir in diesem Jahr nicht helfen." Ein anderes Thema seien die bessere Anbindung der Schulen an schnelles Internet und das digitale Klassenzimmer.

(angr/rky)
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