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Mönchengladbach
50 Jahre nach dem Abi - auf Zeitreise am Huma

Mönchengladbach. Die Absolventen des Abiturjahrgangs 1966 schauten bei ihrem Klassentreffen auf eine lange gemeinsame Zeit zurück. Von Milena Remus

1966 haben sie das Abitur gemacht. Einige von ihnen haben sich seitdem nicht mehr gesehen. Doch beim Ehemaligentreffen des Stiftischen Humanistischen Gymnasiums am Abteiberg sah es gestern so aus, also ob seit der Trennung der Klassenkameraden kein einziger Tag vergangen sei. 50 Jahre nach ihrem Abschluss versammelten sich die ehemaligen Schüler in den Räumen ihres alten Gymnasiums. Man tauschte sich aus, einige über die Neuigkeiten der letzten Jahre, andere über ihr ganzes Leben. Denn einige Freundschaften sind geblieben oder wurden über die Jahre sogar noch intensiver.

Der aktuelle Schulleiter Heinz-Theo Jacobs stand den Altabiturienten Rede und Antwort, sowohl zu jüngsten Entwicklungen am Gymnasium als auch zur sich ständig verändernden Schullandschaft. Dabei war vor allem die Rolle der Schule in der aktuellen Inklusionsdebatte ein großes Thema. Nach der Einführung des Zentralabiturs habe sich in den letzten Jahrzehnten einiges im Schulsystem getan. "Damals war es nicht so selbstverständlich, dass man das Abitur bestanden hatte", erläuterte Franz-Joseph Schürings, nun Professor für betriebliche Außenwirtschaft und Internationales Management an der Hochschule Niederrhein. "Die Leistungsanforderungen waren höher, die Prüfungen waren mit reinem Stress verbunden, es ging da um Bestehen und Nichtbestehen." Dabei betonte er, dass er sich jedes Schuljahr aufs Neue beweisen musste. Auch bei den Prüfungen sei man viel zu oft einfach "ins kalte Wasser geschmissen worden."

Doch die hohen Anforderungen hatten auch etwas Gutes. So war Johannes Kramer, seit 1996 Romanistikprofessor an der Uni Trier, trotz anfänglicher Zweifel, dankbar, sein Abitur am Huma gemacht zu haben. "Obwohl ich zunächst nicht so gedacht habe, war die Ausbildungsphilosophie hier ein Sprungbrett für meinen beruflichen Werdegang. Eines habe ich erst im Studium gemerkt: War ganz gut hier!"

Quelle: RP
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