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Mönchengladbach
Alexander Betov singt seit 25 Jahren im Opernchor

Mönchengladbach. Es war der 23. Mai 1991, als sich für Alexander Betov eine neue berufliche Perspektive eröffnete. Damals, mit 33 Jahren, hatte sich der Künstler bereits in seiner Heimat Bulgarien eine Karriere aufgebaut, war als Schauspieler und Regisseur im Fernsehen, Film und Rundfunk erfolgreich. Doch nach der Wende 1989 wurde es immer schwieriger, Arbeit zu finden. Viele

seiner Landsleute, vor allem junge Bulgaren, waren ausgewandert, darunter viele Freunde. Für den 23. Mai hatte das Theater Krefeld und Mönchengladbach Betov zum Vorsingen eingeladen - den Tipp hatte er von seinem älteren Bruder Svetlozar bekommen, der schon seit ein paar Jahren im hauseigenen Opernchor sang. Der jüngere Betov reiste kurz entschlossen nach Deutschland, überzeugte die Jury, trat wenig später sein Engagement an - und blieb.

Seither hat der Tenor in beinahe 100 Opern und Operetten sein musikalisches und schauspielerisches

Talent bewiesen. Doch der Anfang war nicht leicht für den Sänger aus Bulgarien. "Ich hatte damals überhaupt keine Deutschkenntnisse und habe bei den Proben nichts verstanden. Aber mein Bruder hat mir geholfen. Nach ein paar Monaten konnte ich immerhin schon Witze auf Deutsch erzählen", verrät Alexander Betov schmunzelnd. Und er erinnert sich an die Anfänge: "Zwei kleine Kinder, meine Frau, zwei Koffer, eine leere Wohnung - und alles von Null an."

(isch)
 
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