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Marco Jepkens
Als Meisterstück einen PC aufgebaut und konfiguriert

Mönchengladbach. Der Informationstechnikermeister wurde am Wochenende als jahresbester Meisterabsolvent seines Berufs ausgezeichnet.

Was reizt Sie an Ihrem Beruf?

Marco Jepkens Kein Tag ist wie der andere, jeder Kunde liefert wieder neue Herausforderungen und Wünsche. Und es gibt wahrscheinlich nur wenige Berufe und Themenfelder, die sich derart schnell wandeln wie die Unterhaltungselektronik. Beinahe wöchentlich gibt es Neuerungen und Innovationen. Ohne Fortbildungen und Schulungen in regelmäßigen Abständen kann man kaum am Ball bleiben.

Wie war Ihr schulischer Werdegang?

Jepkens Bis zur achten Klasse habe ich zunächst das Gymnasium Korschenbroich besucht. Dann bin ich zum Gymnasium in Neuwerk gewechselt und habe dort die zehnte Klasse mit Qualifikation für die Oberstufe abgeschlossen.

Wo und wann haben Sie Ihre Ausbildung gemacht?

Jepkens Meine Ausbildung habe ich im Jahre 2006 begonnen und im Jahre 2009 abgeschlossen. Gelernt habe ich im Betrieb meines Vaters, der Firma EP: Jepkens an der Neusser Str. 180. Meine Berufsschule war das Berufskolleg am Platz der Republik.

Machten Sie Ihren Meister direkt im Anschluss an die Gesellenprüfung?

Jepkens Nein, nach bestandener Gesellenprüfung habe ich noch ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt. Dann habe ich zunächst den Entschluss gefasst, den Betriebswirt des Handwerks zu machen und dafür die Ausbildereignungs-Prüfung und den Fachkaufmann-Lehrgang besucht. Während der Fortbildung habe ich mich dann dazu entschlossen, die gesamte Meisterschule in Tagesschule als Kombikurs zu absolvieren. Denn in der Zwischenzeit war der Wunsch gereift, den Betrieb meines Vaters übernehmen zu wollen. Und: Man hat in Deutschland immer noch ein anderes Ansehen mit abgeschlossenem Meisterkurs. Hätte ich selbst nicht die Meisterqualifikation erworben, hätte ich für unsere Reparaturwerkstatt zudem einen Meister anstellen müssen.

Was war Ihr Meisterprüfungsstück beziehungsweise Ihre Arbeitsprobe?

Jepkens Als Meisterprüfungsstück habe ich einen PC aufgebaut und konfiguriert. Außerdem gehörten das Löten einer Platine inklusive Erstellung des Layouts für diese Platine und das Einbauen der Platine in den PC dazu. Ebenso war das Einbinden des PCs in das Netzwerk und das Erstellen einer Dokumentation Teil des Meisterprüfungsstücks.

Wo sind Sie zurzeit beschäftigt?

Jepkens Ich arbeite nach wie vor im Betrieb meines Vaters. Die Übernahme des Betriebs ist in zwei Jahren geplant. Außerdem mache ich zurzeit noch nebenberuflich ein BWL-Studium.

Wollen Sie dann auch ausbilden?

Jepkens Ja, ich möchte gern auch die langjährige Ausbildungstradition unseres Unternehmens weiter fortsetzen. Viele der ausgebildeten Azubis wurden und werden auch als Geselle für die ersten Jahre Berufserfahrung in unserem Betrieb übernommen. Es ist relativ schwer, gute Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu finden, daher ist das eigene Ausbilden unverändert der beste Weg, junge Leute auf die eigenen betrieblichen Bedürfnisse hin von der Pike an selbst aufzubauen.

Würden Sie Ihren beruflichen Weg wieder so beschreiten?

Jepkens Bis auf Kleinigkeiten, ja. Vielleicht würde ich meine Ausbildung in einem anderen Betrieb machen, auch wenn ich die Entscheidung, die Ausbildung im elterlichen Betrieb zu machen, nicht wirklich bereut habe. Leider fand ich keinen "angemessenen" Betrieb, der "die Konkurrenz" ausbilden wollte. Während meiner Ausbildung habe ich dann aber doch für einige Monate in anderen Betrieben gearbeitet, unter anderem bei Kalthöfer. Nach meiner Ausbildung bewarb ich mich erneut bei einigen Firmen, um neue Eindrücke zu gewinnen, allerdings als Verkäufer und nicht als Techniker. Auch dieser Versuch war nicht von Erfolg gekrönt, und so bin ich seit fast zehn Jahren im selben Betrieb. Geschadet hat es mir nicht.

Quelle: RP
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