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Mönchengladbach
Altstadt: Neuer Kümmerer soll wieder vermitteln

Mönchengladbach. Die SPD legt einen Fünf-Punkte-Plan vor, um die Probleme im Umfeld der Citykirche und der Altstadt zu lösen. Von Dieter Weber

Die unhaltbare Situation von Anliegern an der Citykirche und an der Waldhausener Straße, die unter Lärm, Dreck und Pöbeleien leiden, könnte sich zeitnah positiv verändern. Denn jetzt hat auch die SPD einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt, um zügig Verbesserungen einzuleiten. Dieses vorläufige Konzept, das unserer Zeitung vorliegt, sieht unter anderem die Einrichtung einer "Kümmerer"-Stelle bei der Stadt vor. Er soll sich zwar primär um die Altstadt, aber auch noch um Rheydt und mehrere Stadtteilzentren kümmern. Dieser "Kümmerer" - die Position bekleidete lange Martin Platzer, der in dieser Funktion bei der Wirtschaftsförderung (WFMG) angestellt war - soll Vermittler zwischen Anwohnern, Altstadt-Besuchern, Gastronomen, Geschäftsleuten und Verbänden sein.

Die SPD, die auf Erfolge des Altstadtlabors seit 2009 verweist - unter anderem Begrünung und Beleuchtung des Sonnenbergs, Ankauf mehrerer Häuser durch die EWMG, Stadtmauerweg und Herrichtung des Grunewaldplatzes -, will, dass weitere Elemente aus dem Konzept des Altstadtlabors zügig verwirklicht werden. So soll es gemeinsame Rundgänge von Polizei, kommunalem Ordnungsdienst und Jugendamt geben. Außerdem sollen dunkle Ecken noch besser ausgeleuchtet werden. Gedanken sollen sich Stadt und Politik auch um die Sperrstundenregelung machen und zeitnah ein Parkkonzept umsetzen. Finanzieren will sie diese Maßnahmen über das Programm Wohnumfeldverbesserung: Hier waren für dieses Jahr 300.000 Euro angesetzt. Es gibt aber nicht genügend Projekte, die alle Bedingungen erfüllen. So bleibt eine erhebliche Restsumme übrig.

Auch die CDU hat ein Konzept vorgestellt, wie die Situation an der Citykirche und in der Altstadt verbessert werden kann. Es sieht unter anderem externe Sicherheitskräfte, kommunale Ordnungshüter mit Hunden und ein neues Sicherheitsnetzwerk vor. Erarbeitet hat es der der CDU-Arbeitskreis "Sicherheit/Sauberkeit" unter Leitung seines Vorsitzenden Martin Heinen. Den Kommunalen Ordnungsdienst (KOS) will er personell aufstocken. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs hat bereits deutlich gemacht, dass er einigen Vorschlägen nicht folgen kann: "Schwarze Sheriffs, die böse guckend durch die Altstadt marschieren, wird es mit der SPD nicht geben. Das lehnen wir ab." Auch die FDP hat sich Gedanken gemacht, wie die Situation verbessert werden kann. Sie hat ein Sportangebot für herumlungernde Jugendliche vorgeschlagen.

Quelle: RP
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