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Mönchengladbach
Altstadt-Randale: CDU und SPD wollen mehr Personal einsetzen

Mönchengladbach. Randalierende Jugendliche, kaputte Scheiben, Wildpinkler - die Anwohner, Gastronomen und Hausbesitzer, die seit langem über die Zustände in der Altstadt klagen, finden nun offenbar Gehör. Die Lage in der Altstadt wird zu einem wichtigen Bestandteil der Haushaltsberatungen von CDU und SPD. Sowohl mehr Personal für den Kommunalen Ordnungs- und Servicedienstes (KOS) als auch die Wiederbelebung der Stelle des Altstadt-Kümmerers stehen bei CDU und SPD auf der Agenda. Schon kommende Woche wollen die Sozialdemokraten von den Betroffenen hören, was die größten Probleme sind. Beim Bürgergespräch am Dienstag, 25. Oktober, ab 19 Uhr in der Kulturküche, Waldhausener Straße 64, gibt es keine Vorträge und keine Tagesordnung. "Wir wollen zuhören und lernen, wo der Schuh drückt", sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs. Von Ralf Jüngermann

Er glaubt, dass die Stadt wieder einen "Kümmerer" für die Altstadt braucht, wie es früher einmal Martin Platzer war. Auch mehr Personal für den KOS, wie die CDU fordert, kann sich Heinrichs prinzipiell vorstellen. Allerdings will er zunächst prüfen lassen, ob man nicht durch Umstrukturierungen mehr der Mitarbeiter auf die Straße - und nicht zuletzt auch in die Altstadt - bekommen kann. "Klar ist: Geben wir dafür mehr Geld aus, fehlt es anderer Stelle", so Heinrichs. Gemeinsame Rundgänge von Polizei und Ordnungsdienst hält der SPD-Fraktionsvorsitzende für ein gutes Instrument.

Heinrichs fordert, weitere Ideen des Altstadtlabors umzusetzen. Vieles, wie bessere Beleuchtung, Durchfahrtsbeschränkungen, Umgang mit Parkplätzen und Maßnahmen gegen Wildpinkler sei ja längst von Politik und Verwaltung als sinnvoll befunden worden. "Nur passiert ist nix. Und das kann nicht sein", sagt Heinrichs, der den Ärger der Anwohner darüber gut verstehen kann. Das Altstadtlabor hatte seinerzeit unter anderem Begrünung und Beleuchtung des Sonnebergs, Stadtmauerweg und die Herrichtung des Grunewaldplatzes mit auf den Weg gebracht.

Quelle: RP
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