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Mönchengladbach
ALZ will seine Angebote weiterführen

Mönchengladbach. SPD hält im Gespräch mit dem Arbeitslosenzentrum am Standortwechsel fest.

Der zukünftige Standort des Arbeitslosenzentrums (ALZ) ist weiter offen. Vertreter der Einrichtung an der Lüpertzender Straße und der Mönchengladbacher SPD haben sich nun zum Austausch getroffen - der war "konstruktiv wie intensiv", wie es von beiden Seiten heißt. SPD-Fraktionschef Felix Heinrichs hatte sich zuletzt für einen Umzug des ALZ an einen neuen Standort ausgesprochen und überdies auf ein neues Konzept gedrängt. Das wiederum hatte massive Proteste ausgelöst.

"Wir haben in dem Gespräch nun erneut deutlich gemacht, dass wir dieses Gebäude als nicht geeignet betrachten", sagte Heinrichs. Das Gebäude ist nicht barrierefrei. "Quartiersarbeit braucht mehr, es braucht andere Strukturen." Die Leistungsvereinbarung des Arbeitslosenzentrums läuft 2017 aus. Heinrichs bekräftigte: "Wir überprüfen Leistungsvereinbarungen und Konzepte, um die vorhandenen finanziellen Mittel zielgerichtet einzusetzen." Im Kern bedeutet dies: Die SPD, für die auch die Landtagsabgeordneten Hans-Willi Körfges und Angla Tillmann am Gespräch teilnahmen, hält an einem neuen Konzept für das ALZ fest. Beide Seiten hätten das Gespräch nun mit Hausaufgaben verlassen: Man habe einerseits die Chance, bewährte Sturkturen weiter zu entwickeln, und könne sich nach der inhaltlichen Arbeit der konkreten Raumfrage widmen.

Karl Boland, Vorstandssprecher des Trägervereins, und ALZ-Leiter Karl Sasserath betonten, man sei "offen für neue Konzepte". Die jetzigen Angebote aus Beratung, Begegnung und Mittagstisch seien aber unverzichtbar und bedarfsorientiert. Das ALZ betreibe längst Quartiersarbeit als Anlaufstelle für Menschen aus dem ganzen Viertel, nicht nur für Arbeitslose. Die Fortsetzung der psycho-sozialen Beratung und die Beratung zur Grundsicherung bedürfe ebenfalls höherer Zuschüsse. Eine Auslagerung des Mittagstisches lehnt das ALZ ab.

(angr)
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