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Mönchengladbach
Annika Stammen bekommt ersten Gerontologiepreis

Mönchengladbach. Die Auszeichnung der Sozial-Holding ist mit 1500 Euro dotiert und soll ab jetzt jährlich verliehen werden.

Für ihre Bachelorarbeit "Die soziale Seite der Demenz - Interventionskonzepte der Sozialen Arbeit" erhielt Annika Stammen, Absolventin im Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein, jetzt den erstmals ausgeschriebenen Preis der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach. Der Gerontologiepreis ist mit 1500 Euro dotiert und soll ab jetzt jährlich verliehen werden.

In der ausgezeichneten Arbeit plädiert Stammen für einen ganzheitlichen Blick auf die Demenz. Der Mensch und nicht die Erkrankung sollte im Vordergrund stehen, schreibt sie in ihrer rund 90 Seiten starken Arbeit. Dazu seien weitere wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit der sozialen Interventionskonzepte untermauern, ebenso notwendig wie eine ganzheitlich ausgerichtete Ausbildung derjenigen Berufsgruppen, die mit Menschen mit Demenz arbeiten.

Da die Medizin hinsichtlich der Behandlung von Demenzkranken nur begrenzte Möglichkeiten habe, gewönnen Interventionskonzepte der Sozialen Arbeit, die die soziale Seite der Demenz berücksichtigten, zunehmend an Bedeutung. Diese Einschätzung unterstützte auch Laudator Prof. Dr. Gerd Naegele, Inhaber des Lehrstuhls für Soziale Gerontologie und Direktor des Instituts für Gerontologie an der Universität Dortmund.

Er forderte die Preisträgerin dazu auf, den von ihr eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Auch Prof. Dr. Michael Borg-Laufs, Dekan des Fachbereichs Sozialwesen der Hochschule Niederrhein, betonte die Bedeutung der wissenschaftlichen Arbeit in diesem noch jungen Forschungszweig.

(lisch)
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