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Mönchengladbach
Arcaden-Modell begeistert Gladbacher

Mönchengladbach. Schon auf der Immobilienmesse Expo Real in München war das bewegliche Modell des Einkaufszentrums ein Hingucker . Jetzt steht es im Showroom im alten Finanzamt an der Kleiststraße. Und auch hier sind die Besucher beeindruckt. Von Inge Schnettler

David Bruchkremer und Erik Sartison starren gebannt auf das Modell. Etage für Etage wächst das Innere aus dem Gebäudekörper. Das Licht wechselt von Gelb zu Grün zu Orange. Die beiden 13-Jährigen würden am liebsten – so wirkt es – in die Arcaden krabbeln, um alles ganz genau zu erforschen. "Cool", sagen die Jungs, die bisher zum Shoppen nach Düsseldorf gefahren sind. "Bald können wir in Mönchengladbach super einkaufen." Genau – die Landeshauptstadt wird es zu spüren bekommen.

Im Arcaden-Showroom gleich gegenüber der Mega-Baustelle im alten Finanzamt an der Kleiststraße ist ganz schön was los. Junge und alte Menschen laufen um das dynamische Modell herum, betrachten es von allen Seiten – und stellen Fragen. Katja Habirov beantwortet sie – geduldig, kompetent und freundlich. Sie arbeitet bei der Mönchengladbacher Marketing-Firma 2increase. "Wir erklären im Auftrag von Mfi den Leuten, was hier passiert und wie die Arcaden in einem Jahr aussehen werden."

Ada Welters hat sich das Modell schon eine ganze Weile angesehen. Jetzt kommen die Fragen: "Wie kommen die Autos auf das Parkdeck? Wie stark wird der Verkehr auf der Steinmetzstraße? Hat man auch an die Fußgänger gedacht? Und an Kinderwagen und Rollstühle?" Immer, wenn sie vom Investor Mfi spricht, klingt das wie "Mifi". Das hört sich niedlich an: "Die Mifi sollte Minibusse einsetzen, die die Fußgängerzone rauf und runter fahren", sagt Ada Welters. "Sagen Sie das denen von Mifi."

Achim Wyen ist in die Stadt gekommen, um sich das Arcaden-Modell anzusehen. "Nicht schlecht", sagt er und lässt sich die Besonderheit der Arcaden von Katja Habirov erklären. Die beiden lachen viel. Überhaupt herrscht in dem Raum, der absolut nicht an seine frühere Zweckbestimmung erinnert, eine durchaus heitere Atmosphäre. Katja Habirov versorgt die Gäste mit Getränken und erläutert die Wandgestaltung der Arcaden. Vier unterschiedliche Abschnitte sind im Showroom aufgebaut. Eine Wand besteht aus Grünpflanzen. Die werden von innen bewässert und bekommen Licht durch die kaminähnlichen Öffnungen im Dach der Arcaden. Aus der Wand erklingt Vogelgezwitscher. Sphärisches Kling-Klong kommt aus dem Wandabschnitt, der mit glitzernden Pailletten behängt ist. Daneben gibt es eine Wand, deren hölzerne Bestandteile von den Besuchern bewegt werden können. Und Nummer vier präsentiert sich ein bisschen retro – mit glänzenden Flächen und gläsernen Durchblicken. Und aus allen Wänden strömen dezente Düfte. "Die Arcaden werden alle Sinne ansprechen", sagt Katja Habirov. Ihre Begeisterung ist nicht gespielt, sie ist echt.

Anfangs sei die Skepsis der Mönchengladbacher sehr groß gewesen. "Die Menschen trauerten dem alten Stadttheater und dem Lichthof nach", sagt sie. Inzwischen seien die Menschen neugierig und sehr interessiert. Jeden Mittwoch hat der Showroom von 15 bis 18 Uhr geöffnet. "Es kommen immer um die 120 bis 150 Menschen", sagt Katja Habirov. "Viele freuen sich auf die Eröffnung im kommenden Jahr."

Zwei ältere Damen interessieren sich besonders für die Rückseite des riesigen Baukörpers. "Wird es nur einen Durchgang zur Hindenburgstraße geben?", fragen sie. In der Tat: Da, wo früher der Eingang zum Lichthof war, geht es in die Arcaden hinein. "Früher hatten wir zusätzlich eine Verbindung durch die Theatergalerie", sagen die beiden Damen, die ein wenig enttäuscht wirken. Was sie nicht davon abhält, sich den Film über das neue Einkaufszentrum anzusehen. Dieser Trailer, der auch auf der Expo Real in München gezeigt wurde, muss jeden Mönchengladbacher stolz machen. Am Ende ist es wie ein Stoßseufzer zu hören: "Total schick. Echt schön. Und so etwas entsteht in Mönchengladbach."

Quelle: RP
 
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