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Mönchengladbach
Architektur-Studenten entwickeln Ausbaupläne für Zentralbibliothek

Mönchengladbach: Architektur-Studenten entwickeln Ausbaupläne für Zentralbibliothek
Preisträger, Professoren und Stadt-Vertreter (v.l.): Professor Robert Niess, Gernot Hahn (1. Preis), Katharina Kallenberg (2.), Miro Perossa, Bücherei-Leiterin Brigitte Behrendt, Levin Markus (3.), Rabea Ellersiek (Anerkennung), Gregor Bonin und Professor Martin Klein-Wiele mit den Modellen. FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. Dem jungen Mann entfuhr ein vernehmliches "Wow!", und es blieb offen, ob er diesen Ausruf auf den ersten Preis oder auf das damit verbundene Preisgeld von 500 Euro gemünzt hatte. Von Dieter Weber

Gernot Hahn (24), Bachelor-Student der Peter Behrens School of Arts an der Hochschule Düsseldorf, hat etwas entworfen, das inspirierend wirkt: einen Entwurf, wie die Zentralbibliothek an der Blücherstraße gestaltet werden kann. Die Aufgabe war etwas vielschichtiger. Es ging nicht nur darum, eine Erweiterung nach oben, zur Seite oder in die Tiefe zu planen.

Hahn und 16 weitere Studierende sollten sich auch Gedanken um die innere Struktur des Gebäudes und seine Einbettung in das Quartier rings um den Adenauerplatz machen. Dem Preisträger gelang dies nach Meinung einer Jury in einer besonders eigenständigen und eigenwilligen Art und Weise. Auch Katharina Kallenberg (21 Jahre, 2. Preis), Levin Markus (22, 3. Preis), Rabea Ellersiek (21) und die beiden chinesischen Gaststudenten Xiaofeng Ju und Zhen Cai (alle Anerkennung) imponierten mit ihren Entwürfen. Sie dürfen sicher sein, dass ihre Ideen die weitere Diskussion um die Zukunft des Bücherei-Gebäudes befruchten werden.

Genau dies sollte mit diesem studentischen Wettbewerb erreicht werden. Verwirklicht wird zwar keine Arbeit. "Aber sie helfen uns im Planungsprozess dabei, sicher zu werden, was wir wollen", sagte Gregor Bonin, Technischer Beigeordneter der Stadt. In den Professoren Robert Niess, Martin Klein-Wiele und dem Lehrbeauftragen Miro Perossa fand er Fürsprecher, die den Auftrag förderten und die Studierenden überzeugten, am Wettbewerb teilzunehmen. Dabei waren diese anfangs schon etwas schockiert, als sie die Aufgabenstellung bekamen. "So eine schwierige Aufgabe", hörte Niess, als er sie damit konfrontierte. Und obwohl alle bis dahin erst drei Semester Architektur und Innenarchitektur studiert hatten, erledigten sie den Auftrag in einer beeindruckenden Weise. Selbst diejenigen, die es am Ende nicht aufs Podium der Preisträger schafften, überzeugten mit interessanten Entwürfen und teilweise kecken Ideen. Alle seien respektvoll mit dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude umgegangen, lobte Niess. Eine Ausstellung in der Stadtbücherei zeigt bis zum 2. Dezember alle Entwürfe.

Quelle: RP
 
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