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Mönchengladbach
Astrodetektive erforschen den Himmel

Mönchengladbach: Astrodetektive   erforschen  den Himmel
Peter Brosowski erklärt den kleinen Astrodetektiven, was am nächtlichen Himmel so los ist - und was es mit Mondkratern auf sich hat. FOTO: Raupold, Knappe
Mönchengladbach. Bei einer Kinderveranstaltung erklärte die Sternwarte mit einem Bilderrätsel das Weltall. Die kleinen Astronomen waren ganz schön auf Zack. Zwar erkannten sie nicht alles, doch dafür waren die Antworten manchmal ziemlich kreativ. Von Christian Lingen

Auf dem Gelände des Wasserwerks Rheindahlen ist es stockfinster. Menschen laufen orientierungslos umher und suchen den Eingang. Hier und da leuchtet der Schein einer kleinen Taschenlampe. Da kommt Peter Brosowski hinzu und schaltet das Licht ein. Er ist der Vorsitzende des astronomischen Arbeitskreises. "Der St. Martin hat mich aufgehalten", entschuldigt er sich. Die Gruppe, die schon begierig auf ihn wartet, hat dafür Verständnis. Es sind Kinder, die mit Eltern und Großeltern in die Sternwarte gekommen sind, um als kleine Astrodetektive den nächtlichen Himmel zu erkunden.

Im Vortragsraum begrüßt Peter Brosowski die Kinder. "Wir sind die Sternengucker", erklärt er den astronomischen Arbeitskreis. "Ich möchte heute einmal schauen, was am Himmel los ist. Dafür brauche ich eure Hilfe", fordert er die Kinder auf. Die sind begeistert. Brosowski schaltet das Licht aus und den Diaprojektor ein. Er zeigt den Kindern Bilder und fragt, was sie darauf erkennen. Zuerst ist der Abendhimmel dran. "Das ist der Abendstern", ruft Emilia und hat damit nicht ganz Unrecht. Nur das, was die Kinder im Bildvordergrund als See interpretieren, ist in Wahrheit ein reflektierendes Autodach. Als nächstes zeigt Brosowski ein Bild der Sternwarte. "Das ist ein Bauernhof", ruft eines der Kinder. "Ihr seid ganz schön pfiffig", kommentiert der Experte die Antwort.

Dann geht es in die unendlichen Weiten. Die Kinder erkunden auf mehreren Bildern den Mond und Peter Brosowski erklärt Flecken, Hügel und Krater. "Manch einer glaubt, im Mond ein Gesicht zu erkennen", erzählt er. Einige Mondkrater seien so riesig, dass ganz Mönchengladbach in sie hinein passe. Dann geht es weiter zum Saturn. "Der sieht aus wie das Raumschiff aus Star Wars", erklärt Lorenz. In Wahrheit hat der Saturn Ringe, die ihn umgeben. Deshalb wirkt der Planet etwas unförmig. Weiter geht es zu den Sternen. Die Kinder erfahren, dass sie je nach Temperatur eine andere Farbe haben. Mal sind sie blau, mal rot oder orange.

"Das ist ein Nebel", ruft Lorenz, als Peter Brosowski ein sehr futuristisches Motiv zeigt. "Hey, das stimmt", lobt er den Nachwuchsastronomen. Emilia erkennt, dass in der Mitte des Nebels kleine Blitze sind. "Da ist vor vielen Jahren ein Stern explodiert. Die alten Chinesen haben das damals schon beobachtet", erklärt er den Astrodetektiven. Die Sternexplosion wird bei den weiteren Bildern zur Universalantwort. Zum Schluss zeigt Peter Brosowski den Kindern den Andromeda-Nebel. "Unsere Milchstraße sieht genauso aus", sagt der Experte.

Nach dem Vortrag haben die Kinder viele Fragen. "Wie lange braucht das Licht von der Sonne bis zur Erde?", wollen sie wissen. Es sind rund acht Minuten. Überhaupt könne man nie etwas live beobachten. "Alles, was wir am Himmel sehen, ist Vergangenheit", erklärt Peter Brosowski.

Quelle: RP
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