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Mönchengladbach
Atemnot als Warnsignal für ein schwaches Herz

Mönchengladbach. Mittwoch ist eine RP-Telefonaktion mit drei Experten zur Herzgesundheit. Fragen werden von 15 bis 16 Uhr beantwortet. Von Ruth Wiedner-Runo

An einer Herzschwäche leiden nach Expertenschätzung bundesweit bis zu drei Millionen Menschen. Mehr als 444.000 Patienten werden jedes Jahr in ein Krankenhaus eingeliefert. Allein im "Eli" in Rheydt wurden in diesem Jahr stationär bis jetzt schon mehr als 2700 Patienten kardiologisch behandelt. Wer das Thema Herzinsuffizienz auf die leichte Schulter nimmt, riskiert viel.

Wie man die Herzschwäche erkennt, was man gegen sie tun kann und wie Betroffene ihre eigene Lebensqualität positiv beeinflussen können, das erklären drei Experten am RP-Telefon. Die Fachärzte sind an diesem Mittwoch, 15. November, von 15 bis 16 Uhr telefonisch in der RP-Redaktion in Mönchengladbach zu erreichen. Die Leser-Fragen beantworten dann Professor Jürgen vom Dahl (Krankenhaus Maria Hilf), Professor Georg Sabin (Elisabeth-Krankenhaus) und der niedergelassene Kardiologe Manfred Neuß.

Die chronische Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzkrankheiten. "In etwa 70 Prozent der Fälle entwickelt sich die Herzschwäche aus der koronaren Herzkrankheit und Bluthochdruck, allein oder gemeinsam mit Diabetes", erklärt Professor vom Dahl. Die Erkrankung ist für die Betroffenen in der Regel schwer zuzuordnen, da die chronische Herzschwäche zumeist schmerzfrei und unspektakulär beginnt - mit Atemnot, Leistungsabfall und Wassereinlagerungen in den Beinen. "Viele Betroffene nehmen diese Einschränkungen oftmals als altersbedingt resignierend hin", weiß vom Dahl aus seinem täglichen Umgang mit Patienten. Er fordert eindringlich: "Wer unter Atemnot leidet, sollte umgehend zum Arzt gehen, um abklären zu lassen, ob es sich um eine Herzerkrankung handelt." Wichtig ist ihm auch: "Wer über Vierzig ist, der sollte regelmäßig seinen Blutdruck messen." Denn der erfahrene Kardiologe weiß: "Je früher eine Herzschwäche erkannt wird, um so eher kann man mit den heutigen Therapiemöglichkeiten die fatale Entwicklung der Krankheit aufhalten oder verlangsamen und somit die Lebensqualität für Patient und Familie sichern."

Quelle: RP
 
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