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Mönchengladbach
Athar Jaber und Horst Gläsker bei Löhrl

Mönchengladbach: Athar Jaber und Horst Gläsker bei Löhrl
Marmorarbeit des Künstlers Athar Jaber FOTO: viktorbentley
Mönchengladbach. Die Galerie Löhrl zeigt ab Samstag, 21. Mai, zwei parallel zueinander folgende Ausstellungen in den Räumen an der Kaiserstraße 58/60 und 67/69. Athar Jabers Präsentation heißt "Works".

Seine Marmorskulpturen zeigen Fragmente des menschlichen Körpers. Bereits das Material, das er auf traditionelle, klassische Weise bearbeitet, erweckt Assoziationen mit Skulpturen der Renaissance. Während Marmorskulpturen traditionell die Schönheit des menschlichen Körpers darstellen, zeigen Jabers Werke dagegen verdrehte Körperhaltungen. Die perfekte glatte Oberfläche wird gebrochen und weist plötzlich raue, grob und unbearbeitet wirkende Stellen auf. Dies bildet einen aggressiven Gegensatz zu der Schönheit und Glätte des Marmors und verweist auf die Zerbrechlichkeit des menschlichen Körpers. Athar Jaber, geboren 1982 in Rom, lebt in Belgien und ist Professor der Bildhauerei an der Kunstakademie Antwerpen.

"Rhythmusfeld" des Künstlers Horst Gläsker FOTO: Löhrl

"Rhythmusfelder" betitelt Horst Gläsker seine Ausstellung. Seine Malerei ist pure Lust am Malen und am Rhythmus des Pinselschwungs. Ein Zeitmaß, kein primär visueller Terminus, war dem Maler wichtiger als alle Begriffe, die um Sensationen der Netzhaut kreisen. Im Rhythmus verbindet sich seine musikalische mit seiner malerischen Existenz. Er ist der größte gemeinsame Nenner, auf dem seine Kunst beruht. Rhythmus fundiert seinen zentralen Beitrag zur Malerei: die Wiederentdeckung von Ornamentik und freiem Ornament. Gläskers ornamentale Malerei ist weder naiv noch unreflektiert, sondern besitzt ihre eigene Authentizität. Ihre Vitalität schwingt in den Rhythmen von Leben und Natur: Tag und Nacht, Ordnung und Chaos, Ebbe und Flut, Ausatmen, Einatmen. Das bewahrt sie, noch in ihren stärksten Effekten, vor der Schlagseite zum Kitsch.

Die Eröffnung der beiden Ausstellungen ist am Samstag von 16 bis 19 Uhr. (Die Künstler sind anwesend.) Die Präsentationen sind bis zum 2. Juli zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 13 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr.

Mehr Infos unter www.galerieloehrl.de.

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