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Mönchengladbach
Atlantis: Förderverein als erster Schritt zur Rettung

Mönchengladbach. Eine Initiative möchte das seit Kurzem geschlossene Kino retten. Doch der Weg zu einer Wiedereröffnung ist noch weit. Von Sebastian Eussem

Die Gründung eines Fördervereins soll der erste Schritt in Richtung Wiedereröffnung des Atlantis-Kinos sein. Dies hat für den Gründer einer Mitarbeiter-Initiative, Christian Paris, mehrere positive Effekte: "Zum einen schaffen wir so eine gute Position beim Eigentümer, zum anderen kann sich die Last dadurch auf mehreren Schultern verteilen." Sollte das neue Konzept für das Kino nicht den erhofften Erfolg bringen, wäre der entstandene finanzielle Schaden zudem tragbar, ergänzte er.

Bis zum Ende des Monats soll die Gründung des Vereins abgeschlossen sein. Die bislang zugesicherte Summe einiger Fördermitglieder reiche, so Paris, aus, um das Kino kurzfristig auch wieder zu eröffnen: "Dies nutzt allerdings nicht viel. Wir brauchen ein Fundament, das nachhaltigen Nutzen bewirkt."

Der marode Innenbereich soll saniert und modernisiert werden. Dies soll aufgrund der hohen Kosten jedoch erst nach und nach geschehen. Eine Summe von rund 100.000 Euro steht zur vollständigen Sanierung im Raum. In Zukunft will man im altehrwürdigen Filmspielhaus auch Comedy- und Kabarettveranstaltungen organisieren, dies soll ein wesentliches Standbein des neuen Konzeptes sein. Dazu konzentriere man sich in Zukunft vermehrt auf Kinder- und Jugendfilme anstatt auf aktuelle Blockbuster.

Doch noch ist die Wiedereröffnung des Kinos zeitlich nicht abzusehen. "Mal gibt es sehr positive Signale, dann wieder wenig ermutigende. Der Wille, das Kino zu erhalten, ist bei mir trotzdem ungebrochen. Wenn wir es schaffen, das erste Jahr nach der Wiedereröffnung zu überstehen, bin ich sicher, dass wir langfristigen Erfolg haben", so Paris.

Er sucht weiterhin Unterstützer bei der Politik, Wirtschaft und Verwaltung, um eine Wiedereröffnung zu realiseren. Das Atlantis-Kino war das letzte Rheydter Kino, das noch in Betrieb war. Der Vertrag mit der Betreiber-Gesellschaft endete am 30. Juni. Seitdem steht das Kino auf der Limitenstraße leer.

Quelle: RP
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