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Mönchengladbach
Auf dem Schillerplatz geht's voran

Mönchengladbach: Auf dem Schillerplatz geht's voran
Neue Bäume für den Schillerplatz pflanzten v.l. Hans G. Petry, Andre Wolsky, Carla Fitzen, Hans Wilhelm Reiners und Philipp Molitor. FOTO: jörg knappe
Mönchengladbach. Gestern pflanzte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners die erste von 15 Boulevard-Eichen. Sie werden den Platz umgeben. Noch vor Weihnachten sollen alle Arbeiten beendet sein. Vier Jahre mussten sich die Anwohner gedulden. Von Christian Lingen

Noch sehen sie etwas mickrig aus und überhaupt nicht schön. Die Stämmchen sind dünn, die Blätter dunkelbraun. Die 15 Boulevard-Eichen, die gestern am Rande des Schillerplatzes gepflanzt wurden, sollen irgendwann zu stattlichen Bäumen werden. Dann zaubern sie im Sommer eine nette Atmosphäre auf den Platz, spenden Schatten und laden zum Verweilen ein. Gestiftet wurden sie vom Optiker Fielmann. "Die Eichen sind ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung des Platzes. Noch vor Weihnachten werden die Bauarbeiten am Schillerplatz beendet sein", kündigte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners an. Zusammen mit Carla Fitzen von der Optiker-Filiale an der Bismarckstraße und Philip Molitor von der Initiative Gründerzeitviertel pflanzte er den ersten Baum ein.

Die Ankündigung des Oberbürgermeisters hören die Eickener gerne. "Unser Ziel war es, dass der Schillerplatz ein Treffpunkt für die Menschen wird. Jetzt sind wir froh, dass der Umbau bald abgeschlossen sein wird", sagt Philip Molitor. Bis zur offiziellen Neueröffnung dauert es aber noch ein halbes Jahr. "Am 9. Juli werden wir auf dem Schillerplatz ein großes Eröffnungsfest feiern", verspricht Molitor. Für Reiners ist der Schillerplatz auch eine Erinnerung an seine jungen Jahre. "Zu Studienzeiten bin ich hier oft vorbeigekommen. Wenn ich mir den Platz heute anschaue, dann hat er seine Wirkung vollkommen verändert", sagt er. Das liegt vor allem an den umfangreichen Arbeiten zur Neugestaltung, die Mitte September begonnen haben.

Maßgeblich am Umbau beteiligt war eine Landschaftsbaufirma aus Düren. Sie hatte zuvor bereits den Rheydter Marktplatz neu gestaltet. Der Brunnen, der einst in der Mitte des Platzes stand, wurde abgebrochen. Die Hochbeete, die früher den Platz umgaben, wurden abgebaggert. Im Rahmen dieser Arbeiten musste auch das Kriegerdenkmal vorübergehend umziehen. Dabei wurde eine alte Bleikiste gefunden. Nachdem zunächst unklar war, was sich im Innern befindet, stellte das Stadtarchiv den Fund sicher. Alte Dokumente und eine Tageszeitung waren der Inhalt. Weil der Fund untrennbar zum Denkmal gehört, wurden die Fundstücke fotografiert, zurück in die Kiste gelegt und wieder unter dem Denkmal vergraben. Das Kriegerdenkmal ist längst auf den Schillerplatz zurückgekehrt und Teil eines neuen Ensembles geworden. Der Blick des steinernen Soldaten fällt nun auf einen frisch gestalteten Platz. Diagonal auf dem Schillerplatz steht eine lange Bank aus Natursteinblöcken, die in unterschiedlichen Höhen angebracht wurden. Entlang der Betonmauer an der Kaiserstraße steht eine weitere Bank. Vier neue Mastleuchten sorgen dafür, dass es abends hell ist. Noch ist vieles davon nicht deutlich zu sehen. Baufahrzeuge, Gitterzäune und andere Gerätschaften verdecken die Sicht. Doch damit ist bald Schluss. Dann können die Eickener wieder ihre Feste auf dem Platz feiern - nach fast vier Jahren. Gestartet wurde mit dem Projekt nämlich Anfang 2012. Die Initiative Gründerzeitviertel, die Politik, die Verwaltung und das Kompetenzzentrum Social Design der Hochschule Niederrhein beschäftigten sich intensiv mit der Gestaltung des Schillerplatzes. Im Rahmen eines Workshops wurden die Bürger beteiligt. Sie konnten ihre Ideen einbringen.

Die Ergebnisse der Ideensammlung waren die Grundlage eines Entwurfs, der vom Aachener Planungsbüro "3+Freiraumplaner" unter Leitung von Professor Norbert Kloeters im Auftrag der Stadt erarbeitet wurde. Nun bekommen die Anwohner den Platz, den sie sich gewünscht haben.

Quelle: RP
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