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Mönchengladbach
Auf der Suche nach dem Mond

Mönchengladbach: Auf der Suche nach dem Mond
Tilman Sehlen erklärte den Besuchern das große Teleskop. Der Blick auf den Himmel war wolkenverhangen. FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Statt freier Sicht auf die Krater des Mondes gab es in der Rheindahlener Sternwarte einen Vortrag über Teleskope. Anschließend wurde das archäologische Museum besucht. Im Mai gibt es die Chance, den Merkur zu sehen. Von Christian Lingen

Tapfer stand Tilman Sehlen in der Sternwarte und erklärte bei schwach roter Beleuchtung das große Teleskop. Viel lieber hätte er den Besuchern des Astronomietages die Krater des Mondes gezeigt und berichtet, welche Sterne es über Mönchengladbacher zu sehen gibt. Doch daraus wurde nichts. Eine dichte Wolkendecke verhinderte beim Astronomietag die Sicht in das Universum. Wegen der schlechten Sichtverhältnisse kamen natürlich nur wenige Besucher, doch die waren fasziniert.

"Im Winter ist die Luft klarer als im Sommer. Deshalb kann man im Moment eigentlich recht gut den Himmel beobachten", erklärte Tilman Sehlen den Gästen. Da die Sternwarte eine Holzkuppel hat, herrschte im Observatorium eine ganz besondere Akustik. Sehlens Vortrag wurde damit noch einmal spannender. Die Besucher erfuhren, dass es unterschiedliche Arten von Teleskopen gibt und wie sie funktionieren. Am wichtigsten ist immer, dass es dunkel ist. "Das Auge braucht ungefähr 45 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Man könnte sagen, wir Astronomen sind lichtscheu", sagte der Experte.

Weil es beim Astronomietag am Himmel nichts zu sehen gab, blickte Tilman Sehlen schon einmal voraus und lud die Besucher ein, am 9. Mai nachmittags einmal in der Sternwarte vorbeizuschauen. Am Himmel kommt es dann zum Merkurtransit. Dabei schiebt sich der Planet zwischen Erde und Sonne und erscheint als schwarzer Punkt. Dank spezieller Gerätschaften werden die Mitglieder des Astronomischen Arbeitskreises, von denen die Sternwarte betrieben wird, es ermöglichen, das Spektakel zu beobachten. "Das passiert nur alle acht Jahre und ist so etwas wie eine Sonnenfinsternis in klein", erzählte Tilman Sehlen.

Nach dem Vortrag gingen die Besucher noch in den Aufenthaltsraum, wo sie jede Menge Informationsmaterial über das Weltall vorfanden. Außerdem konnte man sich dort aufwärmen. In der Sternwarte selbst war es doch recht frisch. Einige Gäste zog es auch noch in den benachbarten Rheindahlener Wasserturm. Das archäologische Museum, das in dem Bauwerk untergebracht ist, hatte geöffnet, und die Besucher des Astronomietages konnten steinerne Fundstücke bestaunen, die bei Ausgrabungen in Rheindahlen gefunden wurden.

Quelle: RP
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