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Mönchengladbach
Auf Rheydt kommen spannende Zeiten zu

Mönchengladbach. Das Citymanagement Rheydt zieht eine positive Bilanz des vergangenen Jahres und blickt optimistisch in die Zukunft. Von Angela Rietdorf

Der Ausblick in die schöne neue Stadtplanerwelt sorgt für gute Stimmung beim Auftakt der Mitgliederversammlung des Citymanagements Rheydt (CMR). Einziger Wermutstropfen: Es gibt noch keinen ganz sicheren Zeitrahmen für den Umzug großer Teile der Verwaltung ins geplante neue Rathaus in Rheydt. Aber die Pläne gibt es schon, und sie werden den versammelten Mitgliedern des Citymanagements von Stadtplaner Kajetan Lis präsentiert. Zwischen der Limitenstraße und der Stadtsparkasse soll der neue Verwaltungssitz entstehen, unter Einbeziehung des historischen Rathauses und des Karstadtgebäudes.

Wie das Ganze tatsächlich aussehen wird, weiß auch Lis nicht, denn es wird natürlich einen Wettbewerb um gute architektonische Ideen geben. Angedacht ist jetzt ein gläsernes Entree zwischen Rathaus und Karstadtgebäude, ein Neubau auf dem Gelände der Stadtsparkasse, eine Aufstockung des Karstadthauses und neue Gebäude im Hof des Rathauses. Geplant sind Gebäude, die energetisch auf dem neuesten Stand sind, ökologischen Bedürfnissen Rechnung tragen und den Mitarbeitern moderne Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, flexibel und bürgernah. Pate für diese Ideen steht das neue Rathaus in Venlo, das international für Aufmerksamkeit sorgt und das der Bauausschuss im vergangenen Jahr besuchte. Der große Vorteil für Rheydt: Im neuen Verwaltungsstandort werden Arbeitsplätze für 1440 Mitarbeiter untergebracht. Neben der städtischen Verwaltung, die momentan auf 26 Standorte verteilt ist, sollen auch die städtischen Töchter wie die WFMG und die EWMG dort einziehen. Das bedeutet eine erhebliche Belebung der Rheydter Innenstadt. "Natürlich gehen wir Mitarbeiter mittags in die Stadt und geben dort Geld aus, mehr als wir manchmal wollen", sagt Kajetan Lis und lacht.

Auch die übrigen Projekte in Rheydt hat der Stadtplaner weiter im Blick. "Wir sind aktiv, auch wenn man gerade keine Baustelle sieht", sagt er und nennt den geplanten Verfügungsfonds für Gewerbetreibende, den Rheydter Hauptbahnhof, den Garten der Maria-Lenssen-Schule und den Theaterpark. "Es sind spannende Zeiten, die auf uns zukommen", stellt Christoph Hartleb, der Vorsitzende des CMR, erfreut fest und nennt als weiteren positiven Entwicklungsschritt den Neubau des Studentenwohnheims an der Friedrich-Ebert-Straße. "Das war eine Zangengeburt", sagt er mit Blick auf die lange Planungszeit, "aber es wird einen wichtigen Impuls setzen."

Wichtige Impulse konnte auch das Citymanagement selbst setzen, wie der positive Rückblick zeigt. Turmfest, Blumensonntag, Martinsmarkt und Weihnachtsmarkt haben sich als Veranstaltungen etabliert. "Das Turmfest mit dem Triathlon zieht Besucher in die Innenstadt, der Blumensonntag mit dem Wettbewerb der blumengeschmückten Fahrräder wurde gut angenommen, der Martinsmarkt hat für hohe Frequenz gesorgt und der Weihnachtsmarkt war ein Highlight", zählt Hartleb auf. Das Weihnachtsliedersingen am 22. Dezember war auf Anhieb ein Riesenerfolg. "Vielen Dank, Bernd", sagt Hartleb zu Chef-Karnevalist Bernd Gothe, der für 2017 eine noch größere Auflage der Veranstaltung verspricht: "Dann werden es 5000 Sänger."

Der Ausblick auf 2017 ist von Optimismus geprägt. "Drei verkaufsoffene Sonntage wurden genehmigt, der zum Turmfest, zum Blumensonntag und zum Martinsmarkt", zählt Hartleb auf. Deshalb lehnen die Rheydter die Sonntagsöffnung zur Tour de France ab. Sie wollen sich dadurch nicht die Chance auf einen verkaufsoffenen Adventssonntag verbauen. Weitere Veranstaltungen wie die Sommermusik auf Schloss Rheydt oder musikalische Reihen in der Hauptkirche erhöhen zusätzlich die Attraktivität der Stadt. Die Rheydter Einzelhändler wirken positiv gestimmt, wenn nicht das Müllproblem wäre, auf das Roland Beeten hinweist. "In einer Nacht wurden 22 Müllsäcke auf der Hauptstraße abgeladen", sagt er. Ein Problem, dessen sich der Vorstand des CMR annehmen will.

Quelle: RP
 
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