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Mönchengladbach
Ausstellung zeigt Projekte von Hochschulstudenten

Mönchengladbach. Nicht nur an den Universitäten, auch an den Fachhochschulen wird geforscht, und zwar angewandt und alltagstauglich. Das ist die Botschaft, die die Wanderausstellung "Forschung für Dich!" transportiert, die gegenwärtig in der Stadtsparkasse am Alten Markt zu sehen ist. 21 Projekte, je eins für jede beteiligte Fachhochschule, werden visualisiert und kurz beschrieben. Von Angela Rietdorf

Auch die Hochschule Niederrhein ist mit einem Projekt in der Ausstellung vertreten. Im Fachbereich "Pädagogik der frühen Kindheit" wurde unter der Leitung von Professorin Dr. Christina Jasmund ein Leitfaden entwickelt, anhand dessen die inklusive Gestaltung von Kitas geplant werden kann. "Wir haben Standards entwickelt, um Kindertageseinrichtungen unter dem Gesichtspunkt der Inklusion um- oder neu zu bauen", erklärt die Projektleiterin. Dabei habe man den Inklusionsbegriff bewusst weit gefasst. "Wir haben Pläne für barrierefreie Kitas entworfen, aber auch Sehbehinderungen oder Hörprobleme berücksichtigt", erklärt Jasmund.

Für Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf wurden spezielle Schutzzonen gestaltet. Auch an die Mitarbeiter wurde gedacht. Schließlich gelte in der Kindheitspädagogik auch der Raum als Erzieher. Wenn sich die Mitarbeiter wohlfühlten, erleichtere das auch den Transport von Bildung, sagt Jasmund. Besonders erfreulich bei diesem Projekt: Die Berücksichtigung der inklusiven Aspekte erfolgt kostenneutral. "Jeder Träger kann den Leitfaden ohne höhere Kosten umsetzen", sagt die Projektleiterin.

Das in der Ausstellung präsentierte Projekt ist nur eines von vielen Forschungsprojekten, die an der Hochschule Niederrhein umgesetzt werden. Wichtig sei dabei immer der Praxisbezug, betont Markus Menkhaus-Grübnau von der Hochschule. "Unsere Forschung sichert auch Arbeitsplätze in der Region, weil das Wissen in die Unternehmen fließt", stellt er fest.

Auch alle anderen zwanzig öffentlichen Fachhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen präsentieren jeweils ein Projekt. Die Ausstellung setzt dabei auf starke Bilder und moderne Medien. Es gibt ein zentrales Tablet, auf dem Inhalte abgerufen werden können und der Nutzer mittels Smartphone und QR-Code auf den Katalog und weitere Informationen zugreifen kann.

Dass die Ausstellung ihren Zweck erreicht und auf die Projekte und Leistungen der Fachhochschulen aufmerksam macht, lässt sich belegen. Bei Professorin Jasmund gingen sieben Anfragen nach dem Leitfaden ein - als Reaktion auf "Forschung für Dich!". Die Wanderausstellung bleibt bis Ende Mai in der Stadtsparkasse am Alten Markt, um dann bis Sommer 2016 in zwölf weiteren Städten Station zu machen.

Quelle: RP
 
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