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Mönchengladbach
Autofahrer gefährdet auf Flucht vor Polizei sieben Menschen

Mönchengladbach. Nach einer gefährlichen Flucht und mehrfacher Straßenverkehrsgefährdung sucht die Polizei dringend Zeugen. Bereits am vergangenen Mittwoch wollte eine Streife einen blauschwarzen Honda Legend mit dem Kennzeichen MG-ID 9000 gegen 13.30 Uhr kontrollieren. Der Fahrer des Wagens war auf den Hinterhofbereich des Hauses Westland, einem Treffpunkt auch der Drogenszene, gefahren. Zunächst reagierte der Fahrer des mit zwei Personen besetzten Hondas weder auf die Anhaltezeichen der Polizei noch auf die Ansprache über Außenlautsprecher. Vielmehr beschleunigte er plötzlich an der Kreuzung Hindenburg-/Humboldtstraße sehr stark und raste mit durchdrehenden Reifen und ausbrechendem Fahrzeugheck über die Humboldtstraße davon.

Es entwickelte sich eine kurze Verfolgungsfahrt, bei der der Honda-Fahrer mit stark überhöhtem Tempo und laut Polizei unverantwortlicher Fahrweise durch die Innenstadt jagte. So fuhr er mehrfach bei Rotlicht über Kreuzungen rund um die Hindenburgstraße und Regentenstraße. Wie die Polizei mitteilte, ist es nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass es zu keinem Verkehrsunfall kam.

Auf seiner Flucht passierte der Fahrer nochmals den Hinterhof des Hauses Westland so halsbrecherisch und rücksichtslos, dass drei Passanten zur Seite springen mussten, um nicht erfasst zu werden. Auf der Steinmetzstraße wechselte er, da ihm die Fahrbahn durch eine Dreierreihe stehender Autos versperrt war, auf den rechten Gehweg. Anschließend fuhr er mit hoher Geschwindigkeit entgegen der Fahrtrichtung über die Kaiserstraße. Die Fahrt ging mehrmals ums Karree. Im Kreuzungsbereich Bismarck-/Steinmetzstraße mussten erneut zwei Fußgänger wegspringen, um nicht überfahren zu werden. Im Bereich Eicken verloren die Polizisten den Sichtkontakt zu dem Honda. Auch eine weitere Fahndung führte nicht zum Ziel. Insgesamt wurden durch die Fahrweise mindestens fünf Fußgänger und zwei Radfahrer gefährdet, deren Personalien nicht alle bekannt sind. Zudem stellte sich heraus, dass es sich bei dem an dem blauschwarzen Honda Legend angebrachten Kennzeichen, mit augenscheinlichem Siegel und TÜV-Plakette, um eine Fälschung handelt, da es nicht ausgegeben ist. Der Fahrer des Hondas ist 30 bis 35 Jahre alt, hat eine normale Figur und lichtes blondes bis rotblondes Haar. Sein Beifahrer erschien jünger, mit dunkleren Haaren und schlank bis schmächtig. Die Polizei bittet namentlich noch nicht bekannte Personen, die durch die Fahrweise gefährdet wurden, sich zu melden. Zudem sucht sie Hinweise zu Fahrzeugtyp und Fahrer unter 02161 290.

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