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Mönchengladbach
Baby misshandelt, Eltern angeklagt

Mönchengladbach. Die Eltern erschienen gestern allerdings nicht zum Gerichtstermin. Von Gabi Peters

Der Prozess, der gestern vor dem Schöffengericht beginnen sollte, ist erst einmal vertagt. Der Grund: Die Angeklagten fehlten. Eine ordnungsgemäße Ladung hatte das Elternpaar zwar erhalten, aber offenbar wollten sie sich nicht der Verantwortung stellen. Der 24-jährige Mann ist angeklagt, weil er seinen kleinen Sohn misshandelt haben soll. Laut Anklage hatte er die Arme des Säuglings überstreckt, bis es geknackt habe. Außerdem habe er das Baby am linken Arm hängen lassen.

Die Mutter habe all dies gesehen, sei aber nicht eingeschritten. Erst als ihr Sohn den Arm nicht mehr richtig bewegen konnte, habe sie den Säugling ins Krankenhaus gebracht. Dort seien bei dem kleinen Jungen gleich mehrere, alte und neue Knochenbrüche an Armen und Beinen festgestellt worden, die teilweise zu diesem Zeitpunkt bereits verheilt waren.

Wie gestern im Gericht bekannt wurde, befindet sich die Mutter zurzeit mit ihrem dritten und jüngsten Baby in einer Mutter-Kind-Einrichtung. Die Familie wohnt zurzeit nicht mehr in Mönchengladbach. Die Landung zum Gerichtstermin soll aber beide erreicht haben. Zum neuen Prozessauftakt sollen sie von der Polizei vorgeführt werden, ordnete die Richterin gestern an. Alle Kinder des Paares werden vom Jugendamt betreut. Die beiden älteren sind nicht mehr in der Familie.

Quelle: RP
 
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