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Mönchengladbach
Babykonzert sorgt für große Augen

Mönchengladbach: Babykonzert sorgt für große Augen
Kein Jammern, kein Weinen, aber große Begeisterung: Beim Babykonzert war das Publikum der Star. Schüler der Musikschule hatten die Kleinen eingeladen, um für sie zu singen und zu musizieren. FOTO: Hans-Peter Reichartz
Mönchengladbach. "Es tönen die Lieder": Musikschüler und ihre Lehrer machten ein besonderes Angebot für die Kleinsten. Von Heide Oehmen

40 Kleinkinder im Alter bis zu achtzehn Monaten hatten sich mit Mama, Papa oder Oma im Vorraum des Konzertsaales der Musikschule versammelt. Sie wurden von den Initiatoren des ersten Baby- und Kleinkinderkonzerts, den Musikpädagoginnen Nadja Ammari, Monika Lamerz-Heithausen und Elena Corona, in den Carl-Orff-Saal geleitet.

Begleitet von Geigen, Blockflöten, Klarinette, Cello und Harfe - allesamt von Schülerinnen und Schülern der Musikschule gespielt - erklang das Frühlingslied "Es tönen die Lieder", solange wiederholt, bis alle auf der frühlingshaft dekorierten Bühne des Saales Platz gefunden hatten. Die Kleinen sind Teilnehmer der sehr beliebten Eltern-Kind-Kurse, als deren neuer Kooperationspartner das Elisabeth-Krankenhaus mit seiner Elternschule gewonnen werden konnte.

Der Wunsch nach einem Konzert für die Kleinsten kam aus den Reihen der Eltern, die bei den ganz unterschiedlichen, insgesamt eine Dreiviertelstunde dauernden, fast ineinanderfließenden musikalischen Vorträgen singend oder ihre Kinder wiegend als Multiplikatoren der Musik agierten. Meist schauten die Kleinen bewundernd zu, wenn gespielt, getanzt oder gesungen wurde - wenn der Rhythmus im Vordergrund stand, erwachten merklich die Lebensgeister. Nur einmal weinte eins der Babys - ansonsten war das "Publikum", das zwischendurch auch mal zum Aufstehen animiert und zum Schluss mit bunten Papierblumen beschenkt wurde, erstaunlich ruhig.

Es gab ja auch Schönes zu sehen und zu hören: Die Ohrwurm-verdächtige Ouvertüre "Look at the world" Griegs "Morgenstimmung", makellos auf der Querflöte gespielt, Schneeglöckchen, in kleinen Gefäßen verteilt und dann besungen, einen Bewegungskanon "Ich lieb' den Frühling", das Lied "Singt ein Vogel" - mit klingenden Stäben untermalt - diverse Vogelstimmenimitationen oder das Lied "Alle Vögel sind schon da", wobei fünf Kinder tanzten. Auch war immer mal wieder Gelegenheit, im Rhythmus mitzuklatschen.

So vergingen die 45 Minuten im Fluge, und vor der Saaltür warteten schon die nächsten rund 40 erwartungsvollen kleinen Zuhörer mit Begleitung - diesmal die Altersgruppe von etwa 18 Monaten bis zu drei Jahren.

Das Programm der zweiten Runde war identisch, und nun konnte man interessante Beobachtungen machen, wie unterschiedlich die kindlichen Reaktionen ausfielen. Hier hatten Einige offenbar bereits musikalische Erfahrung - teils konnten sie die Lieder - beispielsweise das mitreißende "Tiritomba" - schon mitsingen oder sie klatschten begeistert zur Musik.

Durch die Kurse war also schon musikalisches Empfinden grundgelegt - das dürfte nicht nur für die Eltern, sondern auch für die Pädagoginnen eine beglückende Erfahrung gewesen sein.

So werden schon für die Kleinsten Wege zur Musik gebahnt. Was gibt es Wichtigeres, als Kinder musisch zu bilden und ihnen dadurch Wertvolles zu vermitteln? Die Musikschule hat hier einen guten Weg beschritten - zumal der Musikunterricht an Schulen häufig gar nicht stattfindet oder sehr zu wünschen übriglässt.

Quelle: RP
 
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