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Mönchengladbach
Bäckerei Hannen erneut in der Insolvenz

Mönchengladbach: Bäckerei Hannen erneut in der Insolvenz
Ein Smart der Bäckerei. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Sie war eine der größten Bäckereiketten in Mönchengladbach mit zeitweise bis zu 23 Filialen. Nun befindet sich die Hannen GmbH mit Stammsitz in Giesenkirchen erneut in einem Insolvenzeröffnungsverfahren, wie aus einer Mitteilung aus dem Gericht hervorgeht. Von Andreas Gruhn

Gesellschafter Herbert Hannen bestätigte den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist der Mönchengladbacher Rechtsanwalt Andreas Budnik. Grund der Insolvenz: Zahlungsunfähigkeit. "Die Geschäftsstellen sind weiter geöffnet", sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters.

Betroffen sind 30 Mitarbeiter. Ihr Gehalt wird jetzt für drei Monate über das Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit finanziert. Bis dahin muss Insolvenzverwalter Budnik einen Plan entworfen haben, wie es mit dem Unternehmen weiter gehen kann. "Wir prüfen jetzt alle Optionen, deshalb kann es noch keine Prognose geben", sagte der Sprecher der Kanzlei unserer Redaktion. Erst in ein paar Wochen wird klar sein, ob es das Traditionsunternehmen noch weiter in der Stadt geben wird. Die Bäckerei Hannen betreibt heute noch das Hauptgeschäft in Giesenkirchen an der Konstantinstraße sowie fünf weitere Filialen. Zeitweilig waren es aber 23 Verkaufsstellen und mehr als 80 Mitarbeiter. Hannen war damit Gladbachs größter Bäcker.

Die Hannen-Bäckerei, die 1956 von Herbert Hannen senior gegründet worden war, war 2010 erstmals in finanzielle Schieflage geraten. Seinerzeit gab es den ersten großen Schnitt. 2011 waren es noch 13 Filialen, von denen im Zuge eines ersten Insolvenzverfahrens eine ganze Reihe verkauft wurden. Allein sieben davon übernahm die Bäckerei Schneider. Doch das reichte nicht aus. Im Juni 2011 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Das Unternehmen war wohl in zu kurzer Zeit zu sehr gewachsen. Hannen hatte immer mehr Bäckereien von Kollegen übernommen, die ihr Geschäft aufgeben mussten.

Der Sohn des Firmengründers hatte immer wieder eine Reihe von neuen Wegen ausprobiert. So führte er zeitweilig das Café Rossini am Rheydter Markt. Der Unternehmer wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem für sein Engagement gegen Jugendarbeitslosigkeit.

Quelle: RP
 
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