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Mönchengladbach
Bagel-Mitarbeiter klagen gegen Kündigungen

Mönchengladbach. Nachdem die Firma Bagel allen Mitarbeitern im April gekündigt hat, gehen einige nun dagegen vor. "Wir fordern, dass Bagel die Kündigungen zurücknimmt", sagte Jörg Krings von Verdi. Man gehe immer noch davon aus, dass das Unternehmen den Mitarbeitern gekündigt habe, weil diese einen Betriebsrat gründen wollten. 15 Mitarbeiter haben nun eine Kündigungsschutzklage eingereicht. "Wir gehen davon aus, dass die Kündigungen unwirksam sind", sagt Krings. Von Sabine Kricke

Das Unternehmen Bagel Direkt verpackt und versendet Werbesendungen. Anfang April hatte man 44 Festangestellten und 130 Mitarbeitern einer Leiharbeitsfirma gekündigt. Die Begründung: Mit der Gründung des Betriebsrates vermute man einen "Erzwingungsstreik zur Durchsetzung eines Tarifvertrages mit einer für das Unternehmen nicht bezahlbaren Kostenstruktur". Ein Tarifvertrag sei jedoch nicht das Ziel der Mitarbeiter gewesen, sagt Krings. Vielmehr hätte man mit einem Betriebsrat bessere Arbeitsbedingungen erwirken können.

Den Mitarbeitern wurde laut Verdi zu unterschiedlichen Zeitpunkten gekündigt. Die ersten müssen am 31. Mai das Unternehmen verlassen. Das Angebot von Bagel, dass die Mitarbeiter von einer Zeitarbeitsfirma übernommen werden, hat rund die Hälfte der Belegschaft bislang angenommen. Für Edith Buchs, eine der gekündigten Mitarbeiter, kommt das jedoch nicht in Frage: "Das wären Verträge zu deutlich schlechteren Konditionen. Außerdem haben viele schon vor einer Festanstellung bei Bagel für diese Zeitarbeitsfirma gearbeitet", sagt die Gladbacherin.

Neben der Klagen hat Verdi außerdem eine Online-Petition gestartet. Man wolle Unterschriften sammeln und diese der Unternehmensführung vorlegen. "Wir wollen, dass viele Menschen darauf aufmerksam werden, und appellieren zugleich an Bagels gesellschaftliche Verantwortung", sagt Krings. Den Betriebsrat wollen die Mitarbeiter trotz der Kündigungen gründen. Die Wahl ist am 21. Juni. Auf Edith Buchs' Kündigung steht das Datum 21. Juli 2016. "Ich habe immer noch die Hoffnung, dass man gemeinsam eine Lösung findet."

Quelle: RP
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