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Mönchengladbach
Baumpaten für Apfelbäume gesucht

Mönchengladbach. Alte Apfelsorten kehren in den Garten der Mönche im Hans-Jonas-Park zurück.

Sie tragen klangvolle Namen, etwa Schöner von Elmpt, Kaiser Wilhelm, Rheinischer Winterrambur, Riesenboiken, Rote Sternrenette und zählen zu etwa 11 000 Apfelsorten, die bis ins 19. Jahrhundert vielerorts anzutreffen waren, heute aber fast vergessen sind. Das soll sich in einem künstlerisch-ökologischen Gemeinschaftsprojekt von Museum Abteiberg, Naturschutzbund NABU und Stadt ändern.

Im Hans Jonas-Park lebt die Tradition der Obstgärten neu auf: In direkter Nähe zum ehemaligen Apfel- und Meditationsgarten der Gladbacher Benediktinermönche sind auf der unteren Terrassenebene sechs Apfelbäume regionaler Sorten gepflanzt worden. Die Anpflanzung der alten Apfelsorten kündigt die Phase 2.2. im Gladbacher Landschaftskunstprojekt "Ein ahnungsloser Traum vom Park" an, der im Sommer und Herbst den Apfel und die Apfelbäume zum Thema machen wird. In den kommenden Monaten werden das Museum Abteiberg, das städtische Grünflächenamt und die Nachbarn auf dem Abteiberg gemeinsam aktiv. Zentraler Gedanke ist es, Bürger in Mönchengladbach als Baumpaten zu gewinnen und sowohl neue Bäume zu pflanzen als auch alte Obstwiesen und -gärten wiederzuentdecken. "Unser Ziel ist es, für die Apfelbäume, die ihren Standort in öffentlichen Anlagen, Schulgärten, Parks und an Straßenrändern erhalten sollen, möglichst viele Baumpaten zu gewinnen. Sie bekommen die Bäume gestellt, übernehmen aber für mindestens drei Jahre die Pflege", sagt Museumsleiterin Susanne Titz. Interessierte Baumpaten können sich beim Museum Abteiberg unter der Rufnummer 02161 25-2630 oder per E-Mail unter museum_abteiberg@moenchengladbach.de melden.

Das Thema wird das Museum Abteiberg mit einer ebenso künstlerisch wie naturwissenschaftlich und ökologisch-politisch motivierten Ausstellung einnehmen - im Museum zu sehen vom 12. Juli bis 26. Oktober 2015: "Der Apfel. Eine Einführung. (Immer und immer und immer wieder)". Antje Majewski realisierte diese Ausstellung 2014 erstmalig in Lodz.

Die sechs Apfelbäume für den neuen Obstgarten im Hans-Jonas-Park sind eine Stiftung des Naturschutzbunds NABU NRW und der Baumschule Morjan in Erkelenz.

(ri)
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