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Mönchengladbach
Baustelle: In den Ferien geht's richtig rund

Mönchengladbach: Baustelle: In den Ferien geht's richtig rund
Baustelle vor der Hensen-Brauerei: Hier soll ein attraktiver Platz entstehen (li. und unten). Andrea Prochaska vor ihrer Apotheke. Vor dem Haus klafft inzwischen ein großes Loch. FOTO: Detlef Ilgner; Entwurf: Taco de Marie
Mönchengladbach. Seit September vergangenen Jahres wird die Roermonder Straße abschnittsweise aufgerissen. Anwohner und Geschäftsleute müssen ihre Nervenstärke bewahren. Das wird in den kommenden Wochen noch mal extrem schwierig. Von Inge Schnettler

Wie eine Riesenkrake schiebt sich die Baustelle durch die Roermonder Straße. Abschnitt für Abschnitt wird aufgerissen. Seit September vergangenen Jahres geht das schon so. Und abgeschlossen wird die Baumaßnahme nicht vor Mitte 2016 sein. Das Teilstück, in dem der Energieversorger NEW eine neue Kanalisation verlegt, ist dabei nicht einmal extrem lang - 570 Meter vom Hamerweg bis zum Metzenweg. Aber die Anwohner und Geschäftsleute werden in ihrem Umfeld stark beeinträchtigt. Sie müssen nervenstark sein. Lärm und Staub sind eine Last, aber ein viel größeres Problem ist die nicht immer einfache Passierbarkeit der Roermonder Straße selbst und der Nebenstraßen.

"Es sind Busse weggefallen, ältere Leute mit Rollator kommen kaum noch vorwärts", sagt die Apothekerin Andrea Prochaska. Ihre Sonnen-Apotheke hat die Adresse Roermonder Straße 111. Vor dem Haus klafft ein großes Loch. Dennoch ist sie entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Dabei weiß sie genau, was auf sie und ihre Nachbarn zukommen wird. In den Sommerferien geht es noch mal richtig rund auf der Baustelle:

FOTO: Taco De-Marie

Ab dem 27. Juni bis zum 11. August wird die Roermonder Straße vom Metzenweg bis zum Hensenplatz voll gesperrt, es gibt auch keine Durchfahrt mehr für Busse. Alternativ zu den beiden Bushaltestellen, die stadtauswärts wegfielen, wird der Stadtteil jetzt am Hensenweg sowohl stadteinwärts als auch stadtauswärts von den Buslinien 3 und 33 angefahren. Auf der Roermonder Straße / Einfahrt Metzenweg bis Sonnen-Apotheke werden Parkplätze eingerichtet. Auf der Bergerstraße wird die Einbahnstraßenregelung aufgehoben, die Straße darf in beide Richtungen befahren werden. Auch die Roermonder Straße wird von der Bahnüberführung bis zum Hensenplatz wieder beidseitig befahrbar sein. Parkmöglichkeiten für die Kunden der Geschäfte gibt es auf dem Kirmesparkplatz an der Unteren Straße.

Immerhin: Wenn die Straße soweit wieder hergerichtet ist, soll die Verkehrssicherheit deutlich erhöht werden: Weniger Parkflächen, Geschwindigkeitsverringerung beispielsweise durch eine lange Mittelinsel, Verlegung der Bushaltestellen - das sind die Stichworte. Außerdem soll die Roermonder Straße selbst markierte Streifen für Radfahrer sowie eine veränderte Anordnung der Parkplätze erhalten. Und - der Stadtteil soll einen attraktiven Platz erhalten.

FOTO: Ilgner Detlef (ilg)

Der Bereich vor der Hensen-Brauerei, der in seiner alten Form so gut wie gar nicht als Platz wahrgenommen wurde, soll zukünftig deutlich aufgewertet werden. Es soll ein hübscher Quartiersplatz mit viel Aufenthaltsqualität werden, an dem die unterschiedlichsten Verkehrsteilnehmer aufeinandertreffen und diesen in Zukunft sicher queren können. In Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe und dem Gestaltungs- und Planungsbüro "Freimeister" war im Jahr 2011 bereits eine erste Ideenskizze als Entwicklungsperspektive erarbeitet worden.

Quelle: RP
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