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Mönchengladbach
Begeisterte Zuschauer beim Lätare-Essen

Mönchengladbach: Begeisterte Zuschauer beim Lätare-Essen
Panflötist Horea Chrishan und Moderatorin Katrin Degenhardt gehörten zu den Musikern, die in Odenkirchen für einen besonderen Abend sorgten. FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Die erst 16-jährige Sophie Schwerthöffer wurde in der Burggrafenhalle zum Star des Abends. Dort verfolgten 450 Besucher einen stimmungsvollen Konzertabend unter dem Motto "Ein Lied für unsere Freunde". Von Christian Lingen

Sie stand nicht im Programmheft, sang nur zwei Lieder, doch sie war der große Star des Abends: Sophie Schwerthöffer. Die erst 16-jährige Dorstenerin begeisterte beim Operetten- und Musicalkonzert der ONA, der Odenkirchener Gesellschaft für Kultur und Brauchtum. Unter dem Motto "Ein Lied für unsere Freunde" feierten rund 450 Besucher in der ausverkauften Burggrafenhalle die Mitte der Fastenzeit und hörten ein Konzert der Extraklasse. Die Titel hatten die Gäste in der Vorbereitungsphase des Konzertes per Abstimmung selbst ausgewählt. Der Auftritt von Sophie Schwerthöffer passt zum Konzept der Konzertreihe.

Für die junge Sopranistin im blauen Tüllkleid war es der erste Auftritt in Odenkirchen. Das aus hoffnungsvollen Nachwuchstalenten etwas werden kann, das zeigt Lisa Solovyova. "Vor vier Jahren gab sie in Odenkirchen ihr Debut. Schön war sie schon immer, doch sie ist zu einer gestandenen Sängerin herangereift", lobte Moderatorin Katrin Degenhardt die Sopranistin. Das Ensemble, das auf der Bühne stand, ist inzwischen ein eingespieltes Team. So sangen die "German Tenors" Johannes Groß und Luis del Rio zusammen mit Kairschan Scholdybajew "A Song for our friends" und eröffneten damit den Abend.

Mit viel Feuer spielte Panflötist Horea Chrishan, das Stück "Komm Zigan, komm Zigan, spiel´ mir was vor", zu dem Bariton Rafael Bruck, der seit drei Jahren am Gemeinschaftstheater Krefeld-Mönchengladbach arbeitet, sang. Mit "Tanzen möcht´ ich, jauchzen möcht´ ich", brachte das Ensemble das Gefühl zum Ausdruck, das den Abend in Odenkirchen immer wieder zu einem besonderen macht.

Nachdem die Tenöre "La Donna e mobile" und "O sole mio" gesungen hatten, entführten Horea Chrishan und Claudia Hischfeld, die den Abend musikalisch begleitete, das Publikum an den "Moon River". Die Stücke "Immer nur lächeln" und "Dein ist mein ganzes Herz" setzten den Reigen der Operetten fort und nun gab mit Lisa Solovyova auch weibliche Stimmgewalt. Ein echtes Heimspiel hatte der ehemalige Solotrompeter der Niederrheinischen Sinfoniker, Wladimir Raskin. Er spielte zusammen mit Horea Chrishan die "Dolannes Melodie". Dann betrat Sophie Schwerthöffer die Bühne und faszinierte das Publikum. Mit "Lippen schweigen" zeigte sie ihr Ausnahmetalent. Sie ist Junior-Botschafterin der Sir-Peter-Ustinov-Stiftung und nahm an der Casting-Show "Supertalent" teil. Im weiteren Verlauf überzeugte sie mit "O mio babbino caro" aus der Puccini Oper "Gianni Schicchi".

Den zweiten Teil des Konzerts begann Wladimir Raskin mit dem Signalruf "Taps", der beim US-Militär fester Bestandteil eines jeden Beisetzungszeremoniells ist. Das Publikum kennt das Stück eher als Trompetensolo aus dem Film "Verdammt in alle Ewigkeit". Dort wird es von Montgomery Clift im Kaserneninnenhof gespielt.

Doch traurig ging es nicht weiter. Rafael Bruck sang zusammen mit dem Odenkirchener Jugendchor den "Torrero Song" aus der Oper Carmen. Doch leider war der Chor für dieses Lied etwas zu dünn besetzt und konnte nicht vollends überzeugen. Dann ging es an die Musicals und Hardy Rudolz wurde zum Protagonisten. Der bekannte Musicalstar sang Lieder wie "Stars" und "Bring ihn heim" aus dem Musical Le Miserables, "Wo ist die liebestolle Zeit?" aus "Kiss me Kate" und "Die unstillbare Gier" aus dem Tanz der Vampire.

Gefühlvoll sang Lisa Solovyova "Can you feel the Love tonight" aus König der Löwen, bevor sie im Duett mit der Sopranistin Isabelle Razawi "Memory" aus Cats anstimmte. Die beiden Gesangsprofis überzeugten auch bei "Ich gehör´ nur mir" aus dem Musical Elisabeth, das sie zusammen mit dem Jugendchor sangen, der nun auch zur Bestform auflief. Nach "Il Silenzio", gespielt von Wladimir Raskin, verabschiedete sich das Ensemble mit "Neesun dorma" und dem Trinklied aus La Traviata. Mit dem Wiegenlied "Guten Abend, gute Nacht" entließen die Künstler das begeisterte Publikum in die Nacht.

Quelle: RP
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