| 00.00 Uhr

Mönchengladbach
Bei Google sieht Gladbach uralt aus

Mönchengladbach: Bei Google sieht Gladbach uralt aus
Rund um den Regioparkring sind heute Tausende von Arbeitsplätzen angesiedelt - Google zeigt noch ein ziemlich weites Feld.
Mönchengladbach. Das Minto nicht in Sicht, der Regiopark ein leeres Feld, selbst der Borussia-Park ist noch im Bau. Die Satellitenbilder von Google Earth bieten eine visuelle Zeitreise in eine Vergangenheit, in der von Aufschwung in der Stadt wenig zu sehen war. Von Jan Schnettler

Seit rund zehn Jahren gibt es Google Earth, den virtuellen Globus des US-Konzerns. Seit fünf Jahren sind die Satellitenbilder auch in den Kartendienst Google Maps integriert. Doch während Letzterer fortlaufend upgedatet wird und etwa das südliche Endstück der Viersener Straße dort bereits "Am Minto" heißt, hinken die Satellitenbilder in Sachen Aktualität deutlich hinterher. Und so findet, wer bei Marktführer Google von der Karten- auf die Satellitensicht umschaltet, neben der Straße "Am Minto" nicht etwa das neue Einkaufszentrum, sondern ein völlig unversehrtes altes Stadttheater samt Iduna-Hochhaus.

Auch an vielen anderen Stellen kann man sich bei Google Earth auf Zeitreise begeben - zurück in eine Vergangenheit, als in Gladbach von Aufschwung wenig zu verspüren war. Beispiel Regiopark: Wo heute in den Logistikzentren von Branchengrößen wie Zalando, Esprit und Primark Tausende Menschen arbeiten, ist bloß die Straße Regioparkring zu sehen - und ansonsten eine Draufsicht auf sauber geordnete, aber unbebaute Felder. Die Aufnahmen sind mindestens acht Jahre alt - 2007 begannen mit dem Einzug des ersten Mieters Birkart (heute Raben Group) die Erdarbeiten im Regiopark. Wahrscheinlich aber noch deutlich älter. Denn im Nordpark ist zwar bereits der neue Name des früheren Hockeyparks (Sparkassen-Park) verzeichnet, aber das 2006 fertiggestellte Stadion ist noch nicht zu sehen. Mehr noch: Selbst der 2004 eröffnete Borussia-Park ist noch im Bau. Wer einzoomt, sieht Baufahrzeuge dort, wo heute Rasen liegt.

Die Straße heißt zwar schon "Am Minto", das dazugehörige Satellitenbild allerdings zeigt noch das alte Stadttheater. FOTO: RP

Laut Google wird in bestimmten Regionen dann aktualisiert, sobald Bildmaterial in merklich besserer Qualität verfügbar ist. Termine für Aktualisierungen werden nicht genannt. Der Dienst Street View, bei dem man virtuell durch Straßen von Großstädten fahren kann, ist für Gladbach gar nicht verfügbar.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mönchengladbach: Bei Google sieht Gladbach uralt aus


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.