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Mönchengladbach
Beim Thema Industrie 4.0 besteht noch Nachholbedarf

Mönchengladbach. Fast 60 Prozent der Unternehmen gaben an, sich bereits mit dem Thema Industrie 4.0 zu befassen. 13 Prozent haben bereits entsprechende Projekte in ihren Betrieben umgesetzt, und knapp 39 Prozent sind noch mit der Beschaffung von Informationen zum Thema beschäftigt: Das sind einige Ergebnisse einer Umfrage von IHK Mittlerer Niederrhein und den Wirtschaftsförderungen in Krefeld und dem Rhein-Kreis Neuss unter 300 Unternehmen in der Region. "Offenbar ist das Thema bei den Unternehmen angekommen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. "Die Digitalisierung wird unser Leben und Arbeiten nach und nach verändern, deshalb ist es wichtig, dass sich die Unternehmen vorbereiten."

Die Umfrage zeigte allerdings auch, dass die Unternehmer noch eine Reihe von Hemmnissen für eine forcierte Digitalisierung sehen. Für 31 Prozent sind Fragen rund um IT-Sicherheit und Know-how-Schutz noch nicht ausreichend geklärt. 40 Prozent der Betriebe ist der wirtschaftliche Nutzen von Industrie-4.0-Elementen derzeit noch nicht klar ersichtlich. "Hier besteht ein klarer Auftrag an die verantwortlichen Akteure aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, nicht nur den volkswirtschaftlichen, sondern auch den betriebswirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung deutlicher herauszustellen", sagt Eckart Preen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Krefeld.

Die Initiatoren diskutierten jetzt zudem mit 40 Vertretern von Unternehmen am Niederrhein die Ergebnisse der Umfrage und reagierten auf den Bedarf der Betriebe nach Austausch mit der Gründung des "Digitalen Hub Niederrhein". Die nächsten Schritte sind eine Internet-Plattform zum Austausch, Veranstaltungen mit Präsentationen von Best-Practice-Beispielen und die Vernetzung mit anderen Digitalisierungsinitiativen.

Quelle: RP
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