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Mönchengladbach
Journalistin Dunja Hayali bekommt den Benediktpreis

Benediktpreis 2018: Dunja Hayali wird von der Stadt Mönchengladbach ausgezeichnet
Dunya Hayali auf dem Goldenen Teppich der Goldenen Kamera im März 2017. FOTO: rtr, WR/
Mönchengladbach. Sie setzt sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus ein, macht sich für Flüchtlinge stark und kämpft gegen fremdenfeindliche Hetze. Die Journalistin Dunja Hayali erhält jetzt den renommierten Benediktpreis von Mönchengladbach. Von Denisa Richters

Die 42-jährige Journalistin und Moderatorin des ZDF-"Morgenmagazins" stellt sich auch aktiv den Politikern und Anhängern der AfD, fordert einen sachlichen Umgang mit den Rechtspopulisten. Für ihre Haltung wird Hayali oft angefeindet, nicht nur von Rechtsaußen - ihre couragierten Positionen haben ihr aber auch schon manche Auszeichnung eingebracht. Im kommenden Jahr wird eine weitere hinzukommen.

Am 20. April 2018 erhält die in Datteln als Kind christlicher Iraker geborene Journalistin den "Benediktpreis von Mönchengladbach". Das Kuratorium will mit seinem einstimmigen Votum Hayalis vorbildliches Eintreten für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft würdigen, sagt Helmut Linnenbrink, der Vorsitzende des Vereins "Benediktpreis von Mönchengladbach". Die Journalistin zeige stets Gesicht und Haltung, engagiere sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung, halte ihr mutiges Engagement auch dann aufrecht, "wenn ihr Hassstürme und Wellen von Gewaltandrohungen entgegenschlagen", so die Begründung des Kuratoriums.

Der Benediktpreis wird seit 1968 alle zwei Jahre vergeben, anfangs regional ausgerichtet, seit 2013 mit weiterreichender Strahlkraft. Zuletzt war 2016 Königin Silvia von Schweden für ihr karitatives Engagement und ihren Einsatz für Menschen am Rand der Gesellschaft ausgezeichnet worden. 2014 ging der mit 5000 Euro dotierte Preis an den EU-Kommissions-Präsidenten Jean-Claude Juncker. Er habe die wechselhafte Geschichte Europas und das christlich-abendländische Fundament nie außer Acht gelassen, hieß es. 2010 war Abtprimas Notker Wolf der Preisträger.

Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, deren werteorientiertes Handeln vor dem Hintergrund der christlich-abendländischen Erfahrungen besonders herausragt. Namensgeber ist der Ordensgründer Benedikt. Die Auszeichnung von Hayali erfolge, so der Verein, weil "zum jetzigen Zeitpunkt vor allem in der journalistischen Diskussion und Auseinandersetzung bisher geltende Maßstäbe national wie international keine Beachtung mehr zu finden scheinen" und europäische Werte im Sinne Benedikts infrage gestellt werden.

 
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