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Mönchengladbach
Benediktpreis ist wieder eine Institution

Mönchengladbach: Benediktpreis ist wieder eine Institution
Im vergangenen Jahr erhielt Jean-Claude Juncker (2.v.l.) die Medaille. Namensstifter für den Preis ist Benedikt von Nursia (rechtes Bild). FOTO: Archiv
Mönchengladbach. Die Wiederbelebung ist geglückt, der nächste Träger wird wieder hochkarätig sein. Zudem gibt es einen Junior-Preis. Von Ralf Jüngermann

2010 war die Stadt kurz davor, ein Aushängeschild buchstäblich herzuschenken. Die Tradition des einst ruhmreichen Benediktpreises - der an Persönlichkeiten wie Otto von Habsburg verliehen worden war - riss ab. Bis sich sieben renommierte Bürger zusammentaten und den Job übernahmen, den die Stadt aus Kostengründen nicht leisten wollte. Sie reanimierten den Preis mit Hilfe der Gladbacher Bank nicht nur, sondern verhalfen ihm aus dem Stand zu ungeahnter Blüte - wobei die Tüchtigen Glück hatten. Denn als sie Jean-Claude Juncker zum ersten Preisträger nach der Pause bestimmten, war er "nur" luxemburgischer Ministerpräsident. Als er den Preis dann einige Monate später in der Erholung vor 300 geladenen Gästen entgegennahm, war er diesen Job zwar los, dafür aber Spitzenkandidat der Europäischen Volksparteien und damit bereits auf dem besten Weg zum Präsidenten der Europäischen Kommission.

Die Liste der Gäste in der Erholung war erlesen und reichte weit über die Stadtgrenzen hinaus. Genau so, wie es sich Helmut Linnenbrink, der Vorsitzende des Vereins "Benediktpreis von Mönchengladbach", erhofft hatte. Nun steht der Verein vor seiner zweiten Preisverleihung. Linnenbrink will nur so viel verraten: "Auch der nächste Preisträger genügt nicht nur unserem Anspruch, auf den Grundlagen eines Wertesystems zukunftsweisende Ideen entwickelt zu haben. Er wird auch auf großes Interesse über Mönchengladbach hinaus stoßen." Im kommenden März wird der Benediktpreis vergeben werden.

Die Besetzung des Kuratoriums untermauert den überregionalen Anspruch: Die Landtagspräsidentin Carina Gödecke gehört dazu, der Aachener Domprobst Manfred von Holtum, der Präsident des Handwerkstags NRW Andreas Ehlert, der Geschäftsführer der Hanns-Martin-Schleyer-Stiftung Wolfgang Bruncken und die Unternehmerin Christiane Underberg, die selbst eine der Preisträgerinnen ist. Dazu kommen renommierte Personen aus Mönchengladbach; den Kuratoriumsvorsitz hat Professor Ulrich Kania, sein Stellvertreter ist Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Ein Benediktpreis wird indes noch in diesem Jahr vergeben - und das ist ein ganz neuer. Der "Juniorpreis des Vereins Benediktpreis von Mönchengladbach" soll an junge Menschen zwischen 17 und 30 Jahren gehen, die sich durch ihr wertorientiertes Handeln auf dem Boden der christlichen abendländischen Kultur ausgezeichnet haben. Ihre besondere Leistung kann eine wissenschaftliche Arbeit, ein künstlerisches Werk, eine Aktion wie eine Vereinsgründung oder jede andere für die Gesellschaft wertvolle Tat sein. Vergeben wird der Juniorpreis von nun an alle zwei Jahre, alternierend zum Benediktpreis. Der neue Preis ist mit 1500 Euro dotiert. Über die Vergabe entscheidet der Vorstand des Vereins.

Quelle: RP
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