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Aktion Fit Für 10
Bereit für den 10. September

Aktion Fit für 10 - Das müssen Sie wissen
Aktion Fit für 10 - Das müssen Sie wissen FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. Es war so etwas wie eine Generalprobe: Die Nordic Walker der Aktion "Fit für 10" testeten die Zehn-Kilometer-Distanz. Von Marei Vittinghoff

Was war für sie das Schwierigste während der sechs Monate langen Trainingszeit? Die Antwort ist ziemlich eindeutig: "Den inneren Schweinehund zu überwinden", sagten die meisten Teilnehmer aus der Nordic-Walking-Gruppe der Aktion "Fit für 10" - des Gemeinschaftsprojekts der Rheinischen Post, NEW und Stadtsparkasse.

Die Sportler, die sich zum jüngsten Test trafen, scheinen im Kampf mit dem Schweinehund jedoch die Oberhand gewonnen zu haben. Denn die Gruppe wirkte beschwingt und zuversichtlich. "Das klappt", war sich Jutta von Hoegen mit Blick auf den Volksbadlauf sicher. "Insgesamt läuft alles gut. Die Betreuung ist super und die Kondition wesentlich erhöht. Nach dem Lauf im September geht es auf jeden Fall weiter: Wenn man schon einmal die Stöcke hat, ist das ein innerer Ansporn."

Für Teilnehmerin Christiane Ferfers war nicht immer klar, ob sie es in diesem Jahr noch so weit schaffen würde. "Ich habe mir Ende April das Knie beim Treppenlaufen verdreht und war danach erst einmal einige Zeit außer Gefecht gesetzt", erzählt die Mutter eines fünfjährigen Sohnes. Das Training habe sie damit aber nicht aufgegeben – seit Ende Juni ist sie wieder dabei. "Nach der Geburt meines Kindes habe ich jahrelang nichts mehr gemacht. Jetzt wollte ich endlich mal wieder fitter werden und vom Sofa herunterkommen", begründet Ferfers ihre Motivation.

Die roten Laufshirts haben die Teilnehmer der Aktion "Fit für 10" bereits. Beim Benefizlauf des Lions-Club MG-Abteiberg wurden sie Shirts ausgegeben. Anschließend stellten sich die Teilnehmer der Lauf- und der Nordic-Walking-Gruppe für ein Foto zusammen. Am Sonntag geht für alle die Trainingszeit zu Ende: Dann ist der Volksbadlauf der NEW. FOTO: Isabella Raupold

Und das klappe immer besser. "Am einfachsten fällt es mir morgens. Da habe ich noch nicht das "auf der Couch gelegen Gefühl", sagt sie lachend. Und sogar einen ganz besonderen Fan und Personal-Trainer konnte Ferfers inzwischen für sich gewinnen: "Mein Sohn ist oft mit dem Fahrrad beim Training dabei. Er ruft dann immer: Mama, du musst schneller laufen."

Birgit Ophüls hatte im vergangenen Jahr weniger Glück. Auch sie zog sich während der Trainingsphase eine Verletzung zu, brach sich das Sprunggelenk und fiel ganze vier Monate aus. "Ich war damals aber schon auf einem sehr guten Level und hatte eine Gruppe um mich versammelt, mit der ich regelmäßig weiterlaufe. In diesem Jahr hatte ich darum Lust, es noch einmal zu probieren und neue Leute für die Gruppe zu finden", sagt sie.

Die Veränderungen durch den Sport spüre sie im ganzen Leben: "Ich habe die Stöcke immer im Auto, so dass ich jederzeit loslegen kann, überlege nicht mehr, ob ich eine Strecke zu Fuß laufen soll und trainiere sogar sonntagmorgens. Das hätte mir vor zwei Jahren mal jemand sagen sollen", sagt Ophüls ungläubig.

Eine deutliche Verbesserung seiner Fitness und Gesundheit spürt auch Christoph Vennen. "Ich hatte vorher immer Schwierigkeiten mit meinem Knie. Das ist heute schon stabiler geworden. Wenn ich auf dem Boden sitze und dann aufstehe, geht es viel leichter", erzählt der 52-Jährige stolz. Nach dem Nordic-Walking möchte er es vielleicht mit dem Laufen probieren. "Am Anfang habe ich gedacht: ,Was habe ich mir da nur vorgenommen?' Heute trainiere ich dreimal die Woche mit meiner Frau und bin in der Gruppe ganz vorne mit dabei."

Ob denn mittlerweile auch die Technik beim schnellen und dynamischen Gehen mit den Stöcken sitzt? "Wer die Technik jetzt noch nicht gelernt hat, lernt sie bei dem Tempo, das wir jetzt drauf haben, auch nicht mehr", sagt Nordic-Walking-Cheftrainerin Conny Kerkhoff. Hilfe bekommt sie dabei unter anderem von Renate Ehrmann. 2011 selbst als Teilnehmerin bei "Fit für 10" angemeldet, unterstützt sie die Aktion seit 2012 als Betreuerin. Warum sie das tut? "Der Sport hat mich einfach begeistert. Ich kann ihn bei jedem Wetter machen, alleine oder in Gemeinschaft und selbst noch, wenn ich 90 bin. Ich bin einfach infiziert", sagt sie und zieht mit der Gruppe los.

Der letzte Test ist absolviert: Dem NEW-Volksbadlauf am 10. September steht nichts mehr im Wege.

Quelle: RP
 
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