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Mönchengladbach
Bethesda: Kommt ein MRT geflogen

Mönchengladbach. Die Radiologie des Krankenhauses erhält ein neues MRT und verkürzt damit die Wartezeiten entscheidend. Von Angela Rietdorf

Dass das neue MRT so liebevoll in grüne Plane eingepackt wird wie ein überdimensioniertes Geburtstagsgeschenk, ist dem niederrheinischen Schmuddelwetter geschuldet. Es regnet unangenehm heftig, als das vier Tonnen schwere Gerät per Kran durch die geöffnete Hauswand in die zweite Etage der radiologischen Praxis am Ev. Krankenhaus Bethesda gehievt werden soll. Im Gebäude ist alles vorbereitet: Das alte Gerät ist verschwunden, ein neuer HF-Käfig zur Abschirmung wurde im vorgesehenen Raum eingebaut, in der Außenwand gähnt ein großes Loch. Und draußen steht der Kran bereit, um das MRT in die Höhe zu ziehen.

Eine Million Euro hat die Radiologie am Bethesda in das neue MRT-System investiert. "Hier am Bethesda hat sich mit den vielen niedergelassenen Fachärzten ein medizinisches Großzentrum entwickelt", stellt Dr. Klaus Nückel, der als Manager der Radiologie-Praxis fungiert. "Dem wird mit dem neuen MRT Rechnung getragen." Besonders positiv wird sich das neue Gerät auf die Wartezeiten der Patienten auswirken. "Wir verdoppeln damit die Kapazitäten", erklärt Radiologe Dr. Friedhelm Eggemann. Statt dreißig können in Zukunft sechzig Patienten am Tag der Untersuchung unterzogen werden. So kann auch die neue politische Vorgabe, Patienten nicht länger als vier Wochen auf einen Facharzttermin warten zu lassen, problemlos umgesetzt werden. Jedenfalls wenn das Gerät läuft und das Team eingearbeitet ist. Das werde spätestens ab 1. April der Fall sein, erklärt Dr. Nückel. Zu diesem Termin stoßen auch zwei neue Ärzte zur Radiologie, im September kommt ein weiterer Radiologe dazu.

Die Magnetresonanztomographie wird eingesetzt bei Sportverletzungen genauso wie bei Untersuchungen am Knochengerüst oder der Wirbelsäule, in der Neurologie, bei Herz- oder Gefäßerkrankungen oder Tumorerkrankungen.

Quelle: RP
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