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Mönchengladbach
Betretungsverbote beim Derby, Straßensperrungen bei Demos

Mönchengladbach. Wenn am Samstag der 1. FC Köln zum Heimspiel von Borussia Mönchengladbach in die Stadt kommt, werden über 1000 Polizisten im Einsatz sein, um rivalisierende Fanströme zu trennen. Hubschrauber mit Videoausstattung sollen eine Überwachung aus der Luft ermöglichen. Außerdem sind Hundeführer und Reiterstaffeln unterwegs. 15 Mönchengladbachern und 16 Kölnern wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen. Das heißt: Sie dürfen nicht in die Stadt beziehungsweise nicht ins Stadion. Von Gabi Peters

Außerdem verbietet die Polizei den Fußball-Anhängern eine "uniformähnliche Kleidung". Grund ist der Platzsturm im vergangenen Jahr, als Köln-Fans in weißen Maleroveralls das Spielfeld stürmten. "Wir haben das Verbot ausgesprochen, damit wir bei möglichen Ausschreitungen bessere Chancen haben, die Beteiligten zu identifizieren", sagt Polizeisprecherin Isabella Hannen. Bislang gebe es aber keine Hinweise auf gewalttätige Auseinandersetzungen. Dennoch wolle man natürlich für alle Eventualitäten gerüstet sein.

Genauso wie die Landespolizei sieht sich auch die Bundespolizei gut vorbereitet für das Derby am Samstag. Auch sie wird mit starken Kräften die an- und abreisenden Fans begleiten. Genauso wie rund ums Stadion gilt auch in den Bahnhöfen und Zügen zwischen Köln und Mönchengladbach ein Glasverbot. "Das Mitführen von Pyrotechnik steht sowieso unter Strafe", sagt Bundespolizeisprecher Armin Roggon. Es müsse mit starken Kontrollen gerechnet werden.

Am Totensonntag, dem Tag nach dem Derby, wird es nicht ruhiger werden in der Stadt - zumindest nicht in Rheydt. Dann werden die rechtspopulistische Bewegung "Mönchengladbach steht auf" und das Gegenbündnis "Mönchengladbach stellt sich quer" auf die Straße gehen. " MG steht auf" demonstriert gegen eine Islamisierung und gegen den Moscheeneubau an der Mittelstraße, "MG stellt sich quer" hat dazu eine Gegenveranstaltung angemeldet. Wie die Polizei gestern noch einmal mitteilte, wird es im Rheydter Zentrum zu Straßenabsperrungen kommen. Zwischen 14 und circa 17 Uhr sollten Autofahrer deshalb die dortige Innenstadt meiden.

Laut Polizei sind beide Versammlungen fristgerecht angemeldet worden. Nach dem Feiertagsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen sind Veranstaltungen außerhalb der Gottesdienstzeiten zulässig. Polizeipräsident Mathis Wiesselmann dazu: "Als Polizei haben wir die Aufgabe, die Ausübung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit zu ermöglichen. Wir haben uns gut aufgestellt, um einen störungsfreien Verlauf beider Versammlungen zu gewährleisten und Beeinträchtigungen anderer - insbesondere im Verkehrsbereich - so gut wie möglich zu reduzieren."

Quelle: RP
 
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