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Beweglich bis ins hohe Alter - wie moderne Endoprothetik hilft

RP-Ratgeber: Beweglich bis ins hohe Alter - wie moderne Endoprothetik hilft
Ahmet Ercan, Oberarzt in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie (l.), und Joachim Rödig, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. FOTO: Maria Hilf
Mönchengladbach. Älter werden ist nichts für Feiglinge - das wusste schon Schauspielerin Mae West. Doch während man früher mit der Zeit oft ziemlich unbeweglich wurde, machen es heute moderne Operationsmethoden möglich, dass wir bis ins hohe Alter mobil bleiben können. Von Natascha Plankermann

Dass dafür keine großen Operationen mehr, sondern nur noch kleine Eingriffe notwendig sind, erklären zwei Spezialisten beim RP-Ratgeber Gesundheit in Zusammenarbeit mit den Kliniken Maria Hilf am Mittwoch, 26. April, von 18 bis 20 Uhr im Krankenhaus St. Franziskus. Sie beantworten Fragen der Patienten zu individuellen Lösungen für Probleme mit Hüfte und Knie.

Ahmet Ercan, Oberarzt in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Koordinator des zertifizierten Endoprothetikzentrums, befasst sich mit zeitgemäßen Hüft-OPs. "Heute nutzen wir minimalinvasive Zugänge und machen kleine Schnitte - früher war noch ein großer Eingriff notwendig, bei dem die Muskeln abgelöst werden mussten", beschreibt er die Veränderungen in der Operationstechnik. Auch die Prothesen haben sich gewandelt: Vielfach werden inzwischen Modelle mit kurzem Schaft implantiert, was dazu führt, dass der Patient mehr Knochenmasse im Körper behält. "So wird ein möglicher Wechsel der künstlichen Hüfte nach zehn bis 15 Jahren leichter", erläutert der Spezialist, der jetzt zunehmend individuelle Lösungen anbieten kann. So müssen selbst bei Menschen über 60 die Prothesen nicht mehr unbedingt einzementiert werden. Sie können auch im Knochen verklemmt werden und auf natürlichem Wege einwachsen: "Wann wir operieren, das hängt von den Beschwerden des Patienten ab."

Joachim Rödig, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, weist darauf hin, dass die unabhängige Organisation Clarcert den Kliniken Maria Hilf durch die Zertifizierung des von ihm geleiteten Endoprothetikzentrums einen hohen Standard bei den Eingriffen und den Chirurgen viel Erfahrung bescheinigt. So können sie Menschen mit Knieproblemen zunächst dank einer Kniefeder eine Entlastung des verschlissenen Gelenks anbieten, ohne dass dieses ersetzt werden muss. "Dadurch gewinnen wir Zeit und eine spätere Operation ist meist ohne Probleme möglich", sagt Rödig. Muss letztlich ein künstliches Kniegelenk eingesetzt werden, ist die Standardlösung nicht immer optimal. "Deshalb finden wir für unsere Patienten häufig maßgeschneiderte Lösungen. Es wird eine Computertomographie gemacht, welche die Basis für die dreidimensionale Planung einer individuellen Prothese bildet." Diese werde extra in den USA angefertigt - in einem kurzen Film wird Rödig das Verfahren vorstellen. Im Anschluss können die Zuhörer Fragen in einer moderierten Runde stellen.

Quelle: RP
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