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Mönchengladbach
Bewerbung mal andersrum: Unternehmen stellen sich vor

Mönchengladbach. Es sind nicht mehr allein die Schüler, die Initiative zeigen müssen, um nach der Schule einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu bekommen. Immer mehr Unternehmen präsentieren sich auf den Berufsinformationstagen an Schulen, um für ihre Angebote zu werben. An der Hans-Jonas-Gesamtschule Neuwerk haben Schüler der Jahrgangsstufen neun bis zwölf jedes Jahr die Möglichkeit, sich bei bis zu 30 regionalen und überregionalen Firmen und Hochschulen zu informieren. Ob Praktika, Ausbildungen oder Studien, viele Perspektiven werden den Schülern der Gesamtschule und der Katholischen Hauptschule geboten. Von Laura Laermann

Alle Schüler haben etwa 45 Minuten Zeit, sich an den Ständen der Unternehmen zu erkundigen. Vor allem jüngere Schüler sind noch zögerlich, trauen sich aber von Jahr zu Jahr mehr. Marie Sophie, Schülerin der neunten Klasse, geht entschlossen auf die Unternehmen zu. Schon im vorigen Jahr nahm die 15-Jährige am Berufsinformationstag teil. "Letztes Jahr habe ich mich bei der Polizei informiert und konnte so in diesem Jahr ein Praktikum machen." Ihr Ziel heißt Abi, aber schon jetzt nutzt sie die Gelegenheit, sich viele Infos zu holen für zukünftige Berufsaussichten. "Besonders gefällt mir, dass so viele verschiedene Unternehmen hier sind". Banken, Versicherungen, Supermärkte, Unternehmen der technischen, chemischen oder sozialen Branche stellen ihre Angebote den Schülern vor.

"Wir bieten von Ausbildungsberufen nach dem Hauptschulabschluss bis hin zu dualen Studien für (Fach-)Abiturienten für jeden etwas an", sagt Melanie Grobholz von Trützschler. Doch noch immer entscheiden sich viele fürs Studium. "50 bis 70 Prozent unserer Abiturienten möchten studieren", so Pinar Koc, Koordinatorin des Info-Tages. Und so geben die Firmen Gas: Neben Flyern und Broschüren verteilen sie Werbegeschenke, drehen das Glücksrad und präsentieren die Produkte, die sie herstellen. Das Berufsziel von Jadzia aus Klasse neun steht schon fest: "Ich möchte eine Ausbildung in der Heilerziehungspflege machen." Dennoch hat sich der Tag gelohnt, da sie erste Kontakte zu Hephata knüpfen konnte.

Quelle: RP
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