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Big Air Freestyle Festival in Mönchengladbach
"Ein solches Event gibt es sonst nirgendwo auf der Welt"

Impressionen vom Big Air Festival Mönchengladbach
Impressionen vom Big Air Festival Mönchengladbach FOTO: Martin Meissner
Mönchengladbach. Die zweite Auflage des "Arag Big Air Freestyle Festivals" hat knapp 16.000 Besucher in den Sparkassenpark in Mönchengladbach gelockt. Obwohl das etwas weniger waren als bei der Premiere, sind die Veranstalter sehr zufrieden - und freuen sich schon auf 2018. Von Marlen Kess

Als Snowboarder Marcus Kleveland nach einem besonders spektakulären Sprung sicher landet, zeigt das Big Air, was es so besonders macht: 8000 Zuschauer applaudieren, jubeln, pfeifen. So viel begeistertes Publikum haben selbst Weltklasse-Freestyler wie Kleveland, der aus Norwegen stammt, selten. "Ich bin superglücklich", sagt der spätere Sieger des Weltcup-Springens. Und auch der Moderator ist aus dem Häuschen: "Ist das geil hier! Der Ski- und Snowboard-Freestyle-Zirkus sagt danke, dass er hier sein darf."

Keine Frage, dass die Besucher danach noch einmal mindestens genauso laut werden. Zu denen, die am Samstagabend in den Sparkassenpark gekommen sind, zählt Vadim Harms mit Tochter Katharina. Die beiden sind zum ersten Mal da. "Die Stimmung ist super", sagt Vadim Harms, "außerdem kann man von überall sehr gut sehen." Er ist vor allem wegen der Snowboarder gekommen, Tochter Katharina (13) freut sich am meisten auf Rapper Cro. Dass es eisig kalt ist, stört die beiden nicht. "Das passt ja zum Event", meint Vadim. Und aus der Not machen sie sogar eine Tugend: Die orangefarbene Fleecedecke, die sie sich auf dem Gelände gekauft haben, wird beim Sprung eines niederländischen Freestylers kurzerhand zum Fanartikel umgewandelt.

Große Cro-Show beim Big Air Festival 2017 FOTO: Theo Titz

Veranstalter ist zufrieden

Hellauf begeistert ist auch am Tag danach noch Veranstalter August Pollen, Geschäftsführer der Skihalle Neuss. "Die Organisation war top, alle - von Athleten über Sponsoren bis hin zu Verbänden und Zuschauern - waren total zufrieden." Besonders die Neupositionierung der Bühne sei gelungen: Von überall habe man Rampe und Bühne gleichzeitig im Blick gehabt. "Ein solches Event mit Musik-Acts und Spitzensport gibt es sonst nirgendwo auf der Welt", sagte Pollen.

Ähnlich sieht das auch Michael Hilgers, Geschäftsführer des Sparkassenparks. "Die Kombination aus Rampe, Bühne, Licht und Event ist spektakulär und einzigartig", sagt Hilgers - der gleichwohl zugibt, dass die Organisatoren mit etwas mehr Zuschauern gerechnet hatten. Woran es lag, dass mit 16.000 Besuchern knapp 2000 weniger kamen als bei der Premiere 2016, soll deshalb in den kommenden Wochen analysiert werden. Jetzt gehe es erst einmal darum, die Rampe sicher abzubauen und das "tolle Wochenende Revue passieren zu lassen." Positive Bilanz zog auch das Rote Kreuz - anders als 2016 habe es weder verletzte Sportler noch Zuschauer gegeben, sagte Einsatzleiter René Hartmann am Sonntag.

Arag Big Air-Festival: Hier entsteht die Rampe im Zeitraffer

Den Abbau der Rampe übernimmt eine Gerüstbaufirma. Damit die anrücken kann, muss aber erst der Schnee abtransportiert werden. "Dazu werden die Netze, die den Schnee auf der Rampe halten, gelöst", erklärt Pollen. "Dann geht der Schnee wie eine Lawine ab." Das war für Sonntag geplant. Anschließend wird das kalte Nass auf eine Wiese gebracht, wo es abtaut. Ab Montag wird dann die Rampe demontiert, bis Freitag soll das dauern. Danach könne man sich auf die Planung für 2018 konzentrieren. "Die Voraussetzungen sind da, die Verträge laufen noch drei Jahre", sagt Pollen. Einen Termin gibt es noch nicht - die ersten Zuschauer aber schon. Vadim Harms und Tochter Katharina wollen definitiv wiederkommen, wenn es erneut spektakuläre Sprünge und Musik gibt.

Quelle: RP
 
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