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Mönchengladbach
Bleibt die Brücke Bettrather Straße für Radler und Fußgänger?

Mönchengladbach. Das Bauwerk ist marode, die Stadt schlägt deshalb den Abriss vor. Im Auftrag der Politik soll nun eine Teilnutzung geprüft werden. Von Denisa Richters

Im April war die Brücke, die entlang der Bettrather Straße über die vierspurige Hauptverkehrsstraße Hermann-Piecq-Anlage führt, teils für den Verkehr gesperrt worden. Der Grund: Das Bauwerk wurde auf seine Verkehrssicherheit geprüft. Das Ergebnis fiel verheerend aus: Die Standsicherheit sei nicht mehr gegeben, eine umgehende Instandsetzung oder Erneuerung erforderlich. Kosten laut den Berechnungen der Experten im Rathaus: 2,6 Millionen Euro, ein Neubau läge bei 3,9 Millionen Euro. Deshalb empfehlen sie, die 1900 errichtete und 1954 sanierte Brücke abzureißen. Das soll rund 435.000 Euro kosten, somit deutlich weniger als eine Sanierung.

Mit rund 700 Autos, die die Brücke täglich befahren, sei der Entfall für den Autoverkehr verkraftbar, so die Stadtverwaltung. Fußgänger und Radfahrer sollen über die benachbarte Brücke Viersener Straße geführt werden, dort wird ein Radweg angelegt. Kosten der Sanierung dieser Brücke inklusive des Umbaus: 1,15 Millionen Euro. In der Bezirksvertretung Nord wurden die Pläne nun der Politik vorgestellt.

Grünes Licht gab es für das Vorhaben allerdings nicht. Reinhold Schiffers (SPD) und Monika Halverscheid (Grüne) fragten nach, ob und mit welchem Aufwand die Brücke über die Bettrather Straße nicht wenigstens für Fußgänger und Radfahrer erhalten werden könnte, und forderten, die Verwaltung das prüfen zu lassen. Dies insbesondere, weil an der Bettrather Straße eine Kita gebaut werde und radfahrende Eltern die Viersener Straße als zu gefährlich empfänden, betonte Halverscheid. Claus Flören (GRÜNE) kritisierte die Rad- und Fußwegeführung auf der Brücke Viersener Straße als zu unklar. Geplant sind ein Zwei-Richtungs-Radweg sowie ein Seitenwechsel für Radler auf der Brücke. Beides wird vom ADFC als nicht optimal angesehen.

Christoph Dohmen (CDU) nahm das zum Anlass, den gesamten Bereich mit Viersener und Bettrather Straße, Beethoven- und Mozartstraße auf ein neues Park- und Straßenkonzept hin zu überprüfen. Dies deshalb, weil die Anwohnerstraßen rund um den bunten Garten oft als Schleichwege und für wildes Parken genutzt werden. Dem schloss sich Annette Bonin (CDU) an: "Auf der Grundlage der Ist-Analyse wollen wir diesen Entwicklungen mit geeigneten Maßnahmen begegnen." Dem und dem Prüfauftrag für die Teilnutzung der maroden Brücke stimmten die Bezirkspolitiker zu.

Quelle: RP
 
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