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Mönchengladbach
Blumenmeer erinnert an ertrunkene Flüchtlinge

Mönchengladbach: Blumenmeer erinnert an ertrunkene Flüchtlinge
Mit dem Niederlegen von Blumen wurde der Toten gedacht. FOTO: KN
Mönchengladbach. Mit großer Betroffenheit haben rund 200 Menschen unterschiedlichen Alters am "Blumenmeer" auf dem Alten Markt teilgenommen. Die Aktion, von der Gemeinschaft Sant'Egidio in mehreren deutschen Städten veranstaltet, gab den Gladbachern die Möglichkeit, sich an die über 1750 im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge zu erinnern.

Mit dem Niederlegen einer Blume sollte jedes Menschen gedacht werden, der in der Hoffnung auf ein besseres Leben sein eigenes Leben verlor. Anwesend waren Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche sowie Jugendliche und Familien der Friedensschule. Sie kommen unter anderem aus Syrien, Irak, Ghana und Nigeria. Es beteiligten sich aber auch etliche Flüchtlinge aus Übergangswohnheimen und Sprachschulen: "Wir sind dankbar für das Mitgefühl, das unseren Brüdern und Schwestern entgegengebracht wird", sagten sie übereinstimmend.

Zwei Jugendliche aus der Bewegung "Jugend für den Frieden" verlasen einen Appell: "Dass wir die Schule besuchen, eine Ausbildung machen, ein Studium beginnen, ist nicht selbstverständlich. Viele Jugendliche in anderen Ländern sehnen sich nach genau den gleichen Dingen, haben aber nie die Chance dazu. Deshalb sagen wir: Die Welt braucht ein Herz. Die Welt braucht mehr Menschlichkeit. Als Jugendliche wollen wir unsere Augen nicht verschließen vor dem, was um uns herum passiert."

Bis spät in den Abend blieben vor allem junge Menschen vor dem Blumen- und Kerzenmeer und wollten mit der Gemeinschaft Sant' Egidio ins Gespräch kommen.

Quelle: RP
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