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Mönchengladbach
Bonin: Nach drei Monaten eine Baugenehmigung

Mönchengladbach. Die Verwaltung stellt die Bearbeitung von Bauanträgen um. Der Service für die Antragsteller soll deutlich besser werden. Von Ralf Jüngermann

Wer einen Bauantrag mit allen nötigen Unterlagen einreicht, soll in Mönchengladbach künftig binnen drei Monaten die Genehmigung bekommen. Dieses Ziel formulierte Baudezernent Gregor Bonin gestern beim Round Table der Rheinischen Post zur Immobilienwirtschaft in Düsseldorf. Ziel sei es, das dauerhaft gewährleisten zu können. "Realistischerweise werden wir dieses Ziel nicht im ersten Schritt in 100 Prozent der Fälle erreichen. Darum werden wir als Benchmark zunächst 70 Prozent definieren. Daran lassen wir uns aber gerne messen", so Bonin. Die langen Bearbeitungszeiten sind seit Jahren einer der stärksten Kritikpunkte an der Arbeit des Bauamts.

Investoren und private Bauherrn bemängeln zudem den schlechten Service des Bauamts. Termine seien schwer zu bekommen. Für einen kleinen Vorgang seien zudem oft mehrere Gespräche nötig. Auch damit soll Schluss sein, verspricht Bonin. Künftig werde sich vom ersten Kontakt bis zum Abschluss der Genehmigung ein Mitarbeiter der Verwaltung um denselben Kunden kümmern. "One face to the customer ist auch für eine moderne Verwaltung ein wichtiges Prinzip", so Bonin. Daher werde die Bauberatung als eigene Abteilung aufgelöst. Die Verwaltung wolle den Kunden den bestmöglichen Service bieten und daher die Prozesse so einfach wie möglich halten.

Die Fachleute aus der Immobilienwirtschaft vernahmen diese Ankündigung gestern beim Round-Table-Gespräch sehr zufrieden. Funktionieren könne das indes nur, wenn die einzelnen Mitarbeiter mit mehr Entscheidungsbefugnis als bisher ausgestattet würden, so die Makler. Bisher hätten viele Mitarbeiter offenbar Angst, auch nur kleinste Abweichungen vom Standardfall eigenständig zu klären. Alle Mitarbeiter dürften und sollten solche Fälle ausdrücklich selbst entscheiden, versicherte Gregor Bonin. "Sie haben dazu alle Kompetenzen und meine volle Rückendeckung", so der Baudezernent. Es könne allerdings etwas dauern, bis alle Mitarbeiter dieses neue Selbstverständnis verinnerlicht hätten. Zum Leben bringen sollen das neue Konzept auch zusätzliche Köpfe. Die Bauaufsicht wird aufgestockt. Über weitere Themen des Round Tables berichten wir noch ausführlich.

Quelle: RP
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