| 18.23 Uhr

Mönchengladbach
Borussia in Köln: Kontrolle im Bahnhof

Gladbach-Köln: Keine Chance für Krawallmacher
Gladbach-Köln: Keine Chance für Krawallmacher FOTO: Hans Peter Reichartz
Mönchengladbach. Wer sich am Freitagnachmittag im Umfeld des Mönchengladbacher Hauptbahnhofs aufhält, muss sich wappnen: Die Parkplätze am Platz der Republik sind weitgehend gesperrt, der Taxistand nicht besetzt. Von Dieter Weber

Der Grund: Abends spielt Borussia im rheinischen Derby in Köln gegen den 1.FC ­und das ist für die Polizei wegen der großen Rivalität der Fangruppen ein "Hochrisikospiel”. Obwohl die Partie in der Domstadt stattfindet, greift das Sicherheitskonzept bereits in Mönchengladbach.

Gladbacher Polizei und Bundespolizei wollen so verhindern, dass in den zwei Sonderzügen, die bis zu 1400 Fußballfans nach Köln bringen, auch gewaltbereite Chaoten sind. Im Bahnhof wird umfangreich kontrolliert. Mit Einschränkungen ist in der Zeit von 16 Uhr am Freitag bis in den frühen Morgenstunden des Samstags zu rechnen.

"Die Fans, die mit dem Zug anreisen, müssen wegen der Kontrollen Zeit mitbringen. Wer im letzten Moment kommt, riskiert, dass er den Zug nicht mehr rechtzeitig erreicht”, sagt Udo Diederich, Inspektionsleiter der Bundespolizei in Düsseldorf. Gläser, Glasflaschen und Getränkedosen werden einkassiert, außerdem Rauch- und Nebelkerzen, Feuerwerk und andere pyrotechnische Artikel. In den Zügen herrscht Alkoholverbot.

Diese Regelung gilt nicht nur für die Sonderzüge, sondern auch für andere Züge, die am Freitag in Richtung Köln unterwegs sind. Die Gladbacher Polizei hat gestern rund 50 ihr bekannte Hooligans schriftlich darüber informiert, dass sie am Freitag das Kölner Stadtgebiet nicht betreten dürfen.

Für weitere 38 registrierte Krawallmacher hat die Bundespolizei Verbote ausgesprochen: Sie dürfen Bahnhöfe nicht betreten und nicht mit Zügen fahren. Beim Hinspiel in Gladbach galt im Oktober ein flächendeckendes Alkoholverbot. Darauf hat die Stadt Köln verzichtet.

Quelle: RP
 
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