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Mönchengladbach
Botschafterin für den Frieden

Mönchengladbach: Botschafterin für den Frieden
Gute Stimmung bei der Eröffnung der Fotoausstellung. V.l.: Rainer Bonhof, Annette Schavan, Manfred Riethdorf, Klaus Hurtz und Rolf Königs. FOTO: Raupold
Mönchengladbach. Annette Schavan, Repräsentantin beim Heiligen Stuhl, hielt in St. Marien eine bewegende Rede über Frieden und Diplomatie, die nachdenklich stimmte. Von Sigrid Blomen-Radermacher

Ein ganz besonderes Patrozinium feierte die Gemeinde St. Marien, Mönchengladbach-Rheydt gestern Morgen. Auch die Borussen waren da - in Form einer Reihe von 30 Fotografien, die der Clubfotograf Christian Verheyen während ihres Besuches in Rom aufgenommen hatte. Vom Abflug über das Sightseeing zur Audienz: die gute Präsentation zeigte den tiefen Eindruck, den die Begegnung mit dem Papst auf alle gemacht hat.

Rolf Königs und Rainer Bonhof waren am Sonntag mit dabei, als Pfarrer Klaus Hurtz die Fotografien vorstellte. Annette Schavan, die Botschafterin der Bundesrepublik am Heiligen Stuhl, stieß hinzu und betonte, wie sehr Papst Franziskus den Fußball liebe - gerne würde er öfter mit Fußballern Kontakt haben.

Annette Schavan hielt eine überzeugende und nachdenklich stimmende Festrede zur Diplomatie des Papstes. Auf allen fünf Kontinenten, so Schavan, geben Christen Zeugnis davon, dass, wie es im Tagesevangelium hieß, "im Kind Gott selbst Mensch wird." Gott schaue nicht zu, warte nicht ab, sondern habe ein Leben als Mensch geführt, sei gekreuzigt worden und auferstanden.

Das sei die Botschaft für eine "geschundene Welt", die in zahlreichen Einrichtungen der Kirche auf der Welt praktiziert werde: Universitäten, Schulen, medizinische Einrichtung. Das sei eine Form von Diplomatie. Und so gestalte sich auch die Diplomatie des Papstes, die sie als "Diplomatie der langen Linien" bezeichnete. Ob der aktuelle Papst sich in Kolumbien einmische, ob Johannes Paul II. sich in Polen oder Deutschland einmische - das vorrangige Thema sei stets der Frieden. Schavan erinnerte an die Worte von Paul VI., der mit den Worten aufrüttelte: "Mit Waffen schaffen wir keinen Frieden." Schavan vermochte den Zuhörer Hoffnung zu machen, dass es auch ihnen gelingt, vom Glauben getragen, zum Frieden beizutragen. Diese dankten es ihr mit lang anhaltendem Applaus.

Quelle: RP
 
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