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Mönchengladbach
Bürger fragen Experten zur Nanotechnologie

Mönchengladbach. Die Nanotechnologie ist eine der Schlüsseltechnologien des 21 Jahrhunderts. Sie kann Lösungen bieten zu Themen wie Energie, Kommunikation, Gesundheit, E-Autos und Umwelt. Doch sie wirft auch Fragen auf. Zur Podiumsdiskussion ins Math.-Nat.-Gymnasium kamen Prof. Dr. Meltin Tolan (TU Dortmund, Lehrstuhl Experimentelle Physik), Dr. Katja Nau (Karlsruher Institut für Technologie), Dr. Hans Peter Schlegelmilch (imat uve) und Prof. Dr. Boris Mahltig (HS Niederrhein, Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik). Von Eva Baches

Mit seinem Vortrag zur Physik und Nanotechnologie in der Science-Fiction-Saga "Star Trek" führte Meltin Tolan witzig und ironisch in das Thema ein. Er machte deutlich, dass die Macher der Serie die rasante Entwicklung der Technik unterschätzt haben. Auch das Beamen ist rein theoretisch machbar, aber auf Grund der Gesetze im Nanokosmos nicht zu realisieren. Tolans Fazit: Vieles von dem, was in der Serie als Zukunft präsentiert wurde, ist heute real. Aber er sieht die Potenziale und die Entwicklung der Nanotechnologie noch lange nicht am Ende.

Zu Beginn der Diskussion stellte Moderator Ralf Jüngermann die Frage: "Wo spielt Nanotechnologie heute eine Rolle?" Hans Peter Schlegelmilch sieht Potenziale in der Personalisierung von Fahrzeugen: "Wenn Sie zum Beispiel das Handy an das Fahrzeug anschließen, und die Oberfläche verändert sich, so wie sie es eingestellt haben", erklärte er. "Ich kaufe mir in sieben Jahren ein Elektroauto und dessen Batterie ist so leistungsstark, dass ich große Strecken bewältigen kann", sagte Tolan. Eine weitere Frage beschäftigte sich mit der Gesundheit: Was machen winzige Teilchen mit dem Körper? Dr. Katja Nau machte deutlich: "Es gibt verschiedene Wege. Durch Einatmen, Schlucken und über die Haut können die Teilchen aufgenommen werden." Eine Frage aus dem Publikum lautet, ob das gefährlich sei. "Man kann nicht zu 100 Prozent sagen, dass es nicht schädlich ist. Ich sage ja und nein. Es kommt auf das Material an und die Dosis", sagte Katja Nau.

Ein Zuhörer möchte wissen, warum man so viel von der Gentechnik hört und eher weniger von der Nanotechnologie. "Wir haben in der Nanotechnologie sehr früh kommuniziert und Forschungsergebnisse veröffentlicht. Daher ist es schon länger ein Thema", sagt Katja Nau. Am Ende ist klar: Nanotechnologie wird uns und die Forschung noch lange beschäftigen.

Quelle: RP
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