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Mönchengladbach
Bürgerinitiative verschärft Protest gegen Windräder

Mönchengladbach. Weiterhin ist unklar, ob die Windräder südlich des Hardter Waldes und nördlich des Buchholzer Waldes gebaut werden. "Es ist noch keine Entscheidung gefallen. Wir werden die Sache genau prüfen", erklärt Lothar Beine, NEW-Aufsichtsratsvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der SPD.

Dennoch war es für die Bürgerinitiative "Windkraft mit Abstand" ein gutes Zeichen, als Lothar Beine zu einer Ortsbegehung kam und sich rund um den Buchholzer Wald näher umschaute. Hier kämpft die Initiative gegen den Bau einer von NEW geplanten Windkraftanlage. "Das hat uns sehr optimistisch gestimmt. Er hat uns versichert, dass er sich mit unseren Argumenten noch einmal genau auseinandersetzen wird", erklärt Günter Heymanns von der Bürgerinitiative. Bisher wurden 2500 Unterschriften gesammelt. Bis zum Sommer wollen die Mitglieder der Initiative eine Verdoppelung erreichen, wobei ein großer Teil davon auf dem Kappesfest in Rheindahlen am 27. und 28. April gesammelt werden sollen.

Bis dahin erwarten alle Beteiligten auch mit Spannung das Gutachten, das die NEW in Auftrag gegeben hat. In dem Gutachten soll festgestellt werden, ob eine Windkraftanlage den Lebensraum von Vögeln oder Fledermäusen beeinträchtigen würde. "Wir würden das Projekt sehr gerne realisieren und sehr gerne in Windkraft investieren – aber uns sind die Hände gebunden. Wir müssen abwarten, ob die Flächen zur Verfügung stehen", sagt Christina Achtnich, Sprecherin der NEW, die im Sommer mit den Ergebnissen aus dem Gutachten rechnet.

Auch wenn die NEW in ihren Planungen die vorgeschriebenen Abstände vom Windrad bis zur nächsten Wohnbebauung einhält, ist für die Bürgerinitiative der Abstand zu gering. 450 Meter sind bei einer Windradhöhe von 150 Metern gesetzlich vorgeschrieben, die NEW hat 500 Meter eingeplant – "Wir wollen das Zehnfache vom vorgeschriebenen Wert. 1500 Meter sind unsere Forderung", sagt Heymanns. "Man muss auch auf die Gesundheit und die Lebensräume der Bürger Rücksicht nehmen. Lärmunvorbelastete Landschaftsschutzgebiete sind schützenswert, dienen der Naherholung und sind Lebensraum für viele Tieren und Pflanzen."

Beine gilt als Befürworter erneuerbarer Energien. "Kopf und Verstand sind das eine – aber auch das Lebensgefühl der Anwohner dort ist wichtig. Ich nehme die Leute vor Ort dort sehr sehr ernst", erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende der NEW.

(evo)
 
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