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Mönchengladbach
Bund lässt Flüchtlinge im Kreiswehrersatzamt registrieren

Mönchengladbach: Bund lässt Flüchtlinge im Kreiswehrersatzamt registrieren
Auf der Grünfläche vor dem ehemaligen Kreiswehrersatzamt verkürzen sich die Flüchtlinge die Wartezeiten. FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Vor dem ehemaligen Kreiswehrersatzamt an der Hofstraße halten täglich Busse. Menschen steigen aus, gehen in das Gebäude, kommen zurück, halten sich auf der Wiese vor dem Haus auf, fahren wieder weg. Von Inge Schnettler

In dem schmucklosen Haus, das seit Jahren leer stand, hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), zuständig für die Bearbeitung von Asylanträgen, ein zentrales Ankunftszentrum für Flüchtlinge eingerichtet. Sie werden registriert und erkennungsdienstlich erfasst. Alle Daten werden in ein deutschlandweites Kerndatensystem eingespeist. Das sollte Ordnung ins Verfahren bringen. Auf diese Art strukturiert das Bundesamt seine Arbeit neu. Das Ziel ist die Beschleunigung des Gesamtverfahrens.

"Das Ankunftszentrum bleibt an der Hofstraße, bis die Erstaufnahmeeinrichtung im ehemaligen JHQ bezugsbereit ist", sagt der für Flüchtlingsfragen zuständige Dezernent Gert Fischer. "Wir rechnen damit, dass dies am 1. August fertig sein wird." Die Registrierung der Flüchtlinge nehmen städtische Mitarbeiter vor. "Wir machen das in Amtshilfe", sagt Fischer.

"Alle Seiten profitierten davon, dass sämtliche Schritte der Flüchtlingsaufnahme und -registrierung an einem Ort vereint sind: von der erkennungsdienstlichen Behandlung über die Gesundheitsuntersuchung bis hin zu Asylantragsstellung, dem Bescheid und ersten Angeboten zur Beratung sowie zum Profiling für die Arbeitsmarktintegration", teilte Thomas Ritter, Pressesprecher des Bundesamtes, gestern mit. "Das Modell wurde zunächst gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg in Heidelberg erprobt und wird jetzt nach und nach bundesweit umgesetzt."

Flüchtlinge mit sehr guter Bleibeperspektive sowie Antragsteller aus sicheren Herkunftsländern können vor Ort in der Regel innerhalb von 48 Stunden angehört und beschieden werden.

In der zukünftigen Erstaufnahmeeinrichtung im JHQ sollen die Flüchtlinge, so Gert Fischer, in der Regel auch nicht länger als eine Woche bleiben.

Quelle: RP
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