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Bundestagswahl 2017
Darum haben einige Mönchengladbacher nicht gewählt

Das wünschen sich unsere Leser von der neuen Regierung
Das wünschen sich unsere Leser von der neuen Regierung FOTO: dpa, a lof
Mönchengladbach. 58.529 Mönchengladbacher haben nicht von ihrem Recht Gebrauch gemacht, wählen zu gehen. Wir wollten wissen: Warum? Einige Antworten haben wir gesammelt.

Insgesamt leben in Mönchengladbach 190.552 Wahlberechtigte. Am Sonntag nahmen jedoch nur 132.023 Menschen ihr Recht wahr und gaben ihre Stimme für die Bundestagwahl 2017 ab. Das waren 69,28 Prozent. Doch 58.529 Menschen, die eine Stimme gehabt hätten, nutzten diese nicht. Das hatte verschiedene Gründe.

In einem Punkt waren sich unsere Leser jedoch größtenteils einig. Am häufigsten gaben die Leser in unserer Umfrage und auf Facebook an, dass sie davon ausgehen, dass sich nach der Wahl ohnehin nichts ändern wird. Das gaben 40 Prozent bei unserer Umfrage an. (Stand 10 Uhr). "Es sind immer die gleichen alten Herren und Damen, die sich zur Wahl stellen", sagt ein Nutzer auf Facebook. Er findet, dass die Situation in Mönchengladbach vor allem für junge Menschen keine gute ist. "Es fehlt an Kindergärten, Spielplätzen, bezahlbarem Wohnraum." 

Aber nicht nur an der Situation in Mönchengladbach oder an den örtlichen Politikern üben die Nutzer Kritik. "Politiker werfen den jungen Menschen vor, sie würden sich nicht für Politik interessieren, aber es mal interessanter, transparenter und durchsichtiger zu machen kommt denen nicht in den Sinn. Warum denn auch? Unsere heutigen Politiker sind uns ferner, als der Mond", schreibt ein Nutzer weiter. Insgesamt 28 Prozent unserer Leser gaben an, dass für sie keine der Parteien in Frage kam. "Es gibt leider keine Alternative. Ich bin das erste Mal in meinem Leben nicht wählen gegangen", schreibt eine Nutzerin.

Nur 13 Prozent gaben bei der Umfrage an, dass sie zu faul waren und 12 Prozent hatten etwas anderes vor. Nur 8 Prozent konnten sich nicht zwischen einer der Parteien entscheiden.

Einige Facebook-Nutzer gaben außerdem an, dass sie eigentlich wählen wollte, es in ihren Wahllokalen jedoch keine Stimmzettel mehr gab. In der Tat gab es in einigen Wahllokalen zwischenzeitlich keine Wahlzettel mehr. Laut Angaben der Stadt habe jedoch jeder Wähler, der wollte, seine Stimme abgeben können. Nach Informationen unserer Redaktion mussten in mindestens zehn Wahllokalen Stimmzettel nachgeliefert werden. Am Donnerstag will die Stadt erklären, wie das passieren konnte.

(skr)
 
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